Am Schluss des weiten Tales Fichten träumen
auf ihrem Thron, in dichten, dunklen Reihen,
vom letzten Licht empfangend hohe Weihen,
gekrönt von fein gewebten Nebelsäumen.
Aus Fernen kehrt zurück der alte Rabe.
Sein Fügelschlag lässt Lüfte seltsam klingen.
Mein banges Herz beginnt vertraut zu schwingen,
als wäre dieses Tönen meine Gabe
und löste wirre Fragen, vage Schmerzen.
Ich leg mich ohne Furcht auf seine Schwingen,
verbinde mich mit seinem dunklen Herzen.
Im Höhersteigen schwindet mein Verzagen:
Nichts gilt es zu erringen, nichts zu zwingen.
Des Raben Freiheit liegt im steten Wagen.