Hi, Phönix!
Hatte der Autor einen Unfall mit Gehirnschaden? Ist er der Sprache nicht mehr mächtig, oder ist das Corpus Callosum durchtrennt? Gar ein Schlaganfall???

Nix für ungut - aber ich hege eine tiefe Antipathie gegen diese Art "Lyrik" (dass ihre "Erfinder" sie so zu nennen wagen, und gewisse "Kunstkritiker" ihnen darin auch noch beipflichten, treibt mir die Zornesröte ins enthemmte Gesicht!!!

), dieses sinnfrei aus dem Unterbewussten "abgetropfte" Gestammel mit frei wählbaren Bezügen und Querverbindungen. Von Syntax keine Spur, geschweige denn von ganzen Sätzen - da muss ich einfach ätzen, tut mir leid!

Hier wird Sprache zu spastisch rauschhafter Beliebigkeit herabgewürdigt, Botschaft hin oder her - dieses psychedelische Gewurschtel ist leider nicht meins, aber so gar nicht! Und oft genug ist es auch noch ein sprachliches Armutszeugnis, so nach dem Motto: Meine Sprachhabung reicht für klassische Lyrik nicht aus, also schreib ich eben so und behaupte, das sei besser, weil es neu ist und sich das so noch keiner getraut hat. Juchu, ich bin der Schöpfer einer neuen Kunstform! - So ungefähr stell ich mir das vor. (Darum mag ich auch die minimalistische abstakte Kunst nicht - zum Vermitteln einer Botschaft vielleicht ein toller Effekt, aber dass man derlei als "Malerei" zu bezeichnen wagt, nehme ich krumm! Und Happenings sind eher Theater als Kunst.)
So, das war jetzt meine ganz persönliche Ansicht - ohne Anspruch auf Wahrhaftigkeit und allumfassende Gültigkeit. Ich musste mal wieder meinen Frust über diese Art "Kunst" abladen, sorry, dass es dich erwischt hat!
LG, eKy