Hi Gum!
Wie jedes Jahr das obligatorische Herbstgedicht, weil die lyrische Aufarbeitung von Zerfall und Degeneration so viel Melancholisches hergibt und zu so vielen aktuellen Gleichnissen taugt. Fast schon ein Dichterklischee ...

Diesmal habe ich mich solcher Gleichnisse enthalten, zumindest in diesem Gedicht, das nur beschreibt und in keine philosophische Conclusio mündet. Keine Gravitas, außer in den beschreibenden Bildern, ohne politische oder soziale Botschaft. Wozu auch - als könnte derlei den Irrsinn stoppen, mit dem Europa und der Rest der einstigen Herrenländer des Kalten Krieges sich sukzessive selbst vernichten.
Gemeinschaft macht mächtig - die ART der Gemeinschaft jedoch definiert uns als Edle oder Verderbte, als würdige, zivilisierte Kultur mit mitfühlenden Werten - oder als soziopathische, egomanisierte Hassgesellschaft mit aggressiver Politik anch innen wie außen.
Die Menschheit steuert auf einen weltweiten Winter der Herzen zu - was könnte ein Herbstgleichnis daran schon ändern? Also lass ich es diesmal.
LG, eKy