Autor Thema: Mitteldeutschland  (Gelesen 384 mal)

gummibaum

Mitteldeutschland
« am: Februar 24, 2026, 16:39:08 »
Über Satteldächer steigen
Hügel aufwärts in den schroffen,
wild zerfetzten Wolkenberg.

Fragt sich nur, wo ist mein Eigen.
Steigt es noch zu neuen Stoffen
himmelan, die ich bemerk?

Straßenteer und bunt Geparktes
unten vor den weißen Wänden.
Ställe, wo man Kühe melkt.

Und in mir ein gut geharktes
Beet, wo einst von großen Händen
Eingepflanztes nur noch welkt…
« Letzte Änderung: Februar 24, 2026, 16:49:22 von gummibaum »

Erich Kykal

Re: Mitteldeutschland
« Antwort #1 am: Februar 25, 2026, 19:24:59 »
Hi Gum!

Mitteldeutsche Melancholie - könnte aber überall sein. Ich fühle mich zuzeiten auch so, obwohl jetzt im Ruhestand deutlich weniger. Ohne ständig an der Decke rotierendem Stresspegel, ausgelöst durch beruflich aufgezwungene zwischenmenschliche Interaktion mit Unreifen und Ungnädigen, bin ich viel stabiler geworden. Und ich schreibe jetzt Romane. Interessiert? Wenn ja, schick mir eine PN.

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

gummibaum

Re: Mitteldeutschland
« Antwort #2 am: M?RZ 13, 2026, 11:33:12 »
Danke, lieber Erich.

für deine Worte. Ja, das Gedicht ist melancholisch und zeigt vereinzelte Selbstzweifel. Vor meiner Berentung (die ich nicht bereue) gab es durch die Arbeit in der Schule manche  Anregung, Freude und kreative Frustration (andererseits hatte täglich 4 Stunden Fahrzeit und musste um 5 Uhr aufstehen, was Verschleiß bedeutete). Die Anregung fehlt nun, und mein Gehirn wird trotz Ruhe und Erholung altersbedingt langsam schwächer.
Aus Interesse an deiner Prosa (ich lese eigentlich inzwischen zu langsam und vergesslich für lange Texte) habe ich dir eine PN geschrieben.

Alles Liebe
g