Autor Thema: Lebensweg  (Gelesen 9 mal)

Erich Kykal

Lebensweg
« am: April 16, 2026, 12:30:25 »
Gewiss, ich hätt es anders machen können,
als mich zu grämen über manchen Tort.
Anstatt ob einer Kränkung bloß zu flennen,
hätt Hände ich gereicht und mildes Wort.

Jedoch, wir sind Getriebene des Kernes,
der uns betreibt mit brennender Allüre.
Erlösung bleibt ein immerzu so Fernes,
verweist man allzeit brütend sie der Türe.

So vieles hätt ich anders machen sollen
auf meinem Weg durch Menschen und Geschichte.
Was letztlich bleibt, ist ein vergilbtes Wollen,
das rar sich macht und endlich ganz zunichte.

Wieviel im Sein ist eigene Entscheidung,
bewusst gesucht in einem vagen Sehnen?
Egal! Es bleibt am Ende die Erleidung
der Existenz, darein wir Träume lehnen.
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.