Lieber Erich,
eine wohltuende Lektüre am besinnlichen Sonntagmorgen, dein Gedicht. Danke.
Ja, diese Unterscheidung ist ganz wichtig. Es ist eine enifache und sehr grundsätzliche. Man fährt gut mit ihr: sowohl bei der Wahl von Freunden oder Partnern als für die eigene Lebensgestaltung, wenn sie Tiefe anstrebt.
Wir Bürgerlichen werden so erzogen, dass wir immer nett sein sollen und spüren hinter der hochgehaltenen Fassade oft die übelsten Absichten keimen. Ich denke, es ist besonders in den Schichten Erziehungsmaxime, wo es um sozialen Aufstieg geht. Wer schon alle Privilegien erbt oder als Paria chancenlos ist, kann auf die Netiquette verzichten oder eher mit einer gwissen Weisheit daraus auswählen.
Aber es ist eben auch eine persönliche Stärke oder Schwäche, ob man sich für das Echte oder Unechte entscheidet. Einige behalten immer die Aufrichtigkeit ihrer frühen Kindheit und wehren sich gegen jede Überformung. Andere schaffen den Weg zurück. Viele kultivieren leider die Verstellung, und lassen die Mitmenschen im Stich, wenn sie keiner Vorteile mehr bringen.
Liebe Grüße von g