Autor Thema: Zeitliebens  (Gelesen 2875 mal)

Erich Kykal

Zeitliebens
« am: Juni 06, 2011, 10:00:36 »
Ich träum', es möchte anders sein:
Wie in vergangenen Tagen,
da wir von Herzen gut und rein
im sommerwarmen Sonnenschein
zusammen traulich lagen ...

Wie haben wir es weit gebracht
vom Gestern bis ins Heute:
Der Zeiten kalter Stein bedacht,
was fügsam uns und müde macht
wie all die andern Leute ...

Ich träum', es möchte anders gehn
mit uns als wie mit jenen!
Ach könnten wir, auf ewig schön,
gemeinsam uns im Tanze drehn
und aneinander lehnen ...

Doch nein, es wird nicht anders sein,
der Mensch soll menschlich enden:
Erst fallen uns die Wangen ein,
dann folgt der Rest, und bloß Gebein
bleibt von den heißen Lenden.
« Letzte Änderung: Januar 16, 2024, 10:45:00 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

Guenter Mehlhorn

Re:Zeitliebens
« Antwort #1 am: Juni 07, 2011, 18:39:28 »
Warum solls anders sein als wie?
Das unterscheidet uns vom Vieh.
Wir können denken, können meckern
und philosophisch uns bekleckern.
Reich ist, wer Zeit zum Vertrödeln hat.Mein 2. bis 22. Buch MENSCH MEIER könnt ihr kostenlos, auch als e-books, über meine eigene Homepage (siehe mein PROFIL) laden.Auf youtube 5 Videos unter: guentermehlhorn.
(GRAF von und zu KOKS von der GASANSTALT-BERLIN-BRANDENBURG-SACHSEN-POMMERN-SPITZBERGEN)

cyparis

Re:Zeitliebens
« Antwort #2 am: Juni 26, 2011, 20:21:21 »
Wortspielerei (nicht nur) auf Niveau!



cyparis
(immer zahnloser)
Der Schönheit treu ergeben
(Lady Anne von Camster & Glencairn)
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