Wo Zungen der Nacht dich am zärtlichsten quälen,
erwächst jene Frucht, die du in dir versteckst,
du pflückst sie benommen und möchtest sie schälen
wie früher - egal, ob du daran verreckst.
Wo Schatten dich geißeln mit klebrigen Falten,
dich fordernd mit stöhnender Lust überziehn,
verschmiert dich Erinnern in heiße Gewalten -
Orgasmus, der ewig und schwerelos schien.
Wo sind all die Jahre, die jugendlich feuchten,
die einst dir versprachen, unendlich zu sein?
Du eiterst im Wunden, dahin sie dich scheuchten,
und fühlst dich so alt nur - und schrecklich allein.