oder: Angeregt von Sigmund
Er bleibt gefangen in dem Wahn,
daß ihm, da er getauft, das Heil nur werde.
So greift er jeden ohne Gnade an,
der nicht ein Schäflein ist in dieser Herde.
Der Fanatismus hat ihn fest in seiner Hand.
Er zischt und geifert gleich den Schlangen.
Am liebsten sähe er all die verbrannt,
die nicht am Christenglauben hangen.
Dabei wird er nicht offen attackiert.
Kein Atheist tritt ihm so aggressiv zu nah.
Sein Glauben wird stets toleriert,
selbst wenn der Eifer durch die falsche Brille sah.
Er bleibt gefangen in dem Wahn,
daß nur der wahre Christ Erlösung findet.
Doch kündet Jesus laut Matthäus an:
Sein Reich: auf Schwert und Feuer gründet.
Vorm nächsten Kreuzzug ist mir wahrlich bang.
Wem habe ich denn was zuleid getan?
Ich war ein "Giaur" beinah lebenslang.
Und Pazifist. Und Demokrat. Und braver Mann.
25. April 2014