Guten Tag allerseits,
ja, der Titel ist eine harte Nuss. Selbst für mich.^^ Die Idee dahinter war, den Inhalt möglichst kreativ zu reflektieren oder zu kommentieren. Für mich hat er etwas Schicksalhaftes, d.h., dass der Geschmack etwas ist, wofür man selbst nicht kann. Durch die gesellschaftlichen Umstände werden wir so manipuliert, oder milder ausgedrückt, beeinflusst, dass man gar nicht mehr weiß, was dem eigenen Denken, Fühlen ensprungen ist und was nur eine Reaktion auf gezielte Manipulation ist. Das ist die Frage nach dem freien Willen -- gibt es ihn? Ein strittiges Thema. Aber zurück zum Titel. Die drei Attribute, die dem Himmel, dem Meer und dem Wort nachgestellt sind, negieren typisch menschliche, massengesellschaftliche Ausartungsmerkmale. Überall sind unsere Fussabdrücke, überall ziehen wir grenzen und reden ohne Punkt und Komma. Aber die Frage ist, ob wir etwas dafür können. Können wir es besser, wenn wir uns anstrengen? Das Lyrische-Ich zieht eine Welt ohne all dieses Menschliches, Allzumenschliches vor, bewusst. Darum ist ihm sein Geschmack beschieden, auf der einen Seite durch die Umstände des gesellschaftlichen Lebens (also auferzwungen), auf der anderen Seite bewusst, weil er sich davon distanziert und sich in Bereiche flüchtet, die noch "schön" sind: der Himmel ohne Fussabdrücke, das Meer ohne Grenzen und das Wort -- ungesagt.
Soweit meine Gedanken hinter dem Titel.