Und es geht weiter. Nach 11 Jahren kommt nun noch eine Fortsetzung.

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Die Milch und die Sahn ist verflossen
am Fuße des Lochnagar
und Tränen der Maid sind vergossen
weil sie im Liebestraum war.
Den Hochländer auf seinem Gipfel
ergreift es mit wildem Weh.
Er sieht nur den bunten Rockzipfel,
er sieht nicht mehr Felsen und Schnee.
Die Milch und die Maid zu erretten
stürzt er nach Glen Clova hinab.
Doch statt sich gar lieblich zu betten
findet er fast ein zu frühes Grab.
Als wie die Maid war gefallen
am Ufer des Tay im Steinfeld,
so tät auch der Laird nun hinknallen
in Glen Clovas wilder Bergwelt.
Er stieß sich die Stirn und die Nase
und lag ganz von Sinnen im Grase
träumte von milchweißer Maid
und schlief bis zur Nachmittagszeit.
Die Milchmaid am Tore zum Hochland
- so nennt man das schöne Dunkeld -
den Gipfel des Lochnagar leer fand.
"Wo weilt er, mein Laird und mein Held?"
Schnell eilt sie nach Milton of Clova
und fraget dort nach im Hotel,
in Heide und Wald und im Hof da:
"Wo weilet der Laird? Ist er well?"
Und die Leute von Milton of Clova
ergreifet ein seltsames Weh.
Sie sprechen: "Fürwahr! Der Laird ist grad nicht da,
und auch nicht dort auf der Höh!"
Der Laird war einfach verschwunden.
Nicht da war er zu der Zeit.
Er hat sich bald wiedergefunden
und zwar bei der schottischen Maid!
Sprach der Laird: Was soll es bedeuten,
dass ich so freudig bin?
Der Milchmaid ein Fest zu bereiten,
das geht mir nicht aus dem Sinn!
In schönen Hotel zu Glen Clova
da feiert der Laird mit der Maid.
Whisky und Haggis gab's g'nug da,
und die Maid war zu allem beraid!