Autor Thema: Die letzte Einsicht  (Gelesen 5971 mal)

Copper

Re: Die letzte Einsicht
« Antwort #15 am: August 21, 2016, 00:58:53 »
Hallo Erich,
die Jahre die hinter uns liegen werden mehr, als die noch zu hoffenden Jahre die vor uns liegen. Wie werden wir dem nahenden Ende entgegensehen, wenn wir mal über 80 sind ? Wenn wir jeden Tag mit unserem Ende rechnen müssen.?

Du schaffst es immer wieder, dass sich meine Gefühlswelt in Deinen Werken spiegelt. Daher für mich sehr herzergreifend.

Danke und viele Grüße. Copper.
« Letzte Änderung: August 21, 2016, 21:16:59 von Copper »

Erich Kykal

Re: Die letzte Einsicht
« Antwort #16 am: August 21, 2016, 01:39:30 »
Hi Copper!

Ich leide seit Jahren an Lymphatischer Leukämie. Die Wahrscheinlichkeit, damit und mit meinen sonstigen gesundheitlichen Minuspunkten überhaupt 80 zu werden, ist relativ gering. Für mich kann vielleicht nicht jeder Tag, aber durchaus bereits jedes Jahr das letzte sein - und ich bin gerade 52!  ;) ;D

Vielen Dank für deine Begeisterung!  :)

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

cyparis

Re: Die letzte Einsicht
« Antwort #17 am: August 21, 2016, 15:36:43 »
Lieber Erich,

mir will das einfach nicht in den Kopf, daß Du eines Tages nicht mehr sein wirst.
Ich möchte Dich unsterblich wissen, entgegen jeder Vernunft.Wenn jedes Jahr Dein letztes asein könnte, dann genieße jedes Jahr doppelt und vielfach!

E i n gutes hat mein Alter: Dir schaue ich nicht ins Grab!

Melancholisch angehauchten Gruß
von
Cypi
Der Schönheit treu ergeben
(Lady Anne von Camster & Glencairn)
copyright auf alle Texte

Copper

Re: Die letzte Einsicht
« Antwort #18 am: August 21, 2016, 21:14:09 »
Hallo Erich,

deine Nachricht macht mich, obwohl wir uns nicht persönlich kennen, traurig. Nichts im Leben ist berechenbar. Eines ist jedoch sicher, wir alle  werden  sterben. Jedoch können wir diese Selbstverständlichkeit nicht so leicht akzeptieren. Eigentlich ist das Leben grausam und trotzdem hängen wir am Leben. Egal in welchem Alter wir mal sterben, nach dem Ableben ist das Alter egal. Nur das Leben macht den Tod so grausam. Was wir der Nachwelt hinterlassen , das lebt weiter.  Wie intensiv wir das Leben spüren, wahrnehmen, Gefühle spüren und ertragen müssen, das macht ein erfülltes Leben aus!!  Nicht das Alter.

Egel wie man es dreht und wendet, es bleibt dabei das alles endet. Und das ist gut so. Oder könntest du Dir vorstellen dein Leben ewig zu leben? Erst die Tatsache der Vergänglichkeit gibt meinem Leben eine gewisse Leichtigkeit.

LG. Copper.



« Letzte Änderung: August 21, 2016, 21:18:30 von Copper »

Erich Kykal

Re: Die letzte Einsicht
« Antwort #19 am: August 22, 2016, 00:34:53 »
Hi Cypi!

Wer weiß - aber mach dir keine Gedanken, ich habe meinen Spass durchaus gehabt! Und mit etwas Glück kann man mit dieser Krankheit vergleichsweise lange leben. Mal sehen, wieviel Glück ich noch habe ...  ;) ;D


Hi Copper!

Ich bin in dieser Frage ein wenig schizo: Ein Teil von mir nimmt das Ende gelassen hin, ein anderer brüllt: JA - ich MÖCHTE ewig leben! Oder zumindest so lange, bis ich selbst entscheide, dass es reicht! So ein ewiges Leben als Gottheit wäre durchaus annehmbar!  ;D >:D

Sein wir doch ehrlich - letzten Endes ist alle Demut und Akzeptanz doch nur Selbsthypnose, um das Ende all unserer Erfahrungen, all unseres Seins erträglich für uns zu machen! Genauso die Religionen mit ihren naiven Vorstellungen von Nachleben ohne Körper!

Wenn wir alle die Wahl hätten, zu altern und zu sterben oder bei guter Gesundheit und Kondition alterslos und unsterblich zu sein - wofür würden wir uns wohl entscheiden, wenn beide Optionen wertfrei und ohne Bedingungen dargeboten wären und wir in einer Welt leben könnten, die für uns alle groß genug ist?  ::)

Dreimal darfst du raten ...  8)

LG, eKy

« Letzte Änderung: Juli 04, 2021, 10:23:46 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.