Autor Thema: Die letzten Tage  (Gelesen 2026 mal)

Erich Kykal

Die letzten Tage
« am: November 25, 2016, 16:35:30 »
Ermattet jäh am Kreisen der Gedanken
verbirgt der Herzschlag müde sich am Grunde
der letzten Hoffnung, die aus aller Munde
ihm eingeflößt mich bittet, nicht zu wanken,

wo alle Welt noch brandet an die Tage,
die kühler mir bereits und fahler scheinen,
und jeden Abend höre ich beweinen,
was ich an Ende ihm entgegen trage.

Doch jeder Morgen wächst mir hell entgegen,
als möchte er mein allerschönster werden,
wie um zu tilgen, was mir hier auf Erden

zu Dunkelheit vergor, die mich bestreitet,
und schenkte mir als einen letzten Segen
das sanfte Licht, das meinen Tod begleitet.
« Letzte Änderung: Mai 04, 2021, 17:19:05 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

Curd Belesos

Re: Die letzten Tage
« Antwort #1 am: Dezember 18, 2016, 22:10:32 »
Erich, das ist fantastisch.

Es erinnert mich an meine Todesgedichte, an den Wunsch sterben du dürfen/können, trotz anderer Meinungen.

Das gefällt mir, und ich habe es sehr gerne gelesen und aufgenommen.

LG
CB
Nur wenn du frei bist " IF " ....dann bist du ein Mensch

Erich Kykal

Re: Die letzten Tage
« Antwort #2 am: Dezember 19, 2016, 17:20:31 »
Hi Curd!

Mich überfallen zuweilen solch fatalistische Stimmungen, doch die Schönheit dieser Welt versöhnt mich immer wieder mit meinem Hader!

Schön, dass es auf deiner Linie liegt!  :)

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.