Der Wollust Übertreibung jagt mich in die Jahre,
doch steife Lüsternheit sticht nur in kalte Luft!
Verloren sind der Zauber und das Wunderbare,
die jungen Illusionen und ihr Duft.
Verdorben ist die Traubensüße meiner Träume,
der Wein der Triebe säuert einsam vor sich hin,
bleibt ungetrunken, und in sternenleere Räume
vergeudet sich der Schatten, der ich bin.
Verloren sind die Überbleibsel großer Pläne,
verraten endlich von der Feigheit, die sie trug.
Ich stehe uferwärts und füttere die Schwäne,
als fütterte kein andrer sie genug.
Wer zählte je die traurig unverlebten Stunden
gedankenloser Schwüle und verdrängter Lust?
Wer glaubte schon die wahre Seligkeit gefunden
und wurde sich der Lüge doch bewusst?