Autor Thema: Allumfassender Moment  (Gelesen 1591 mal)

Erich Kykal

Allumfassender Moment
« am: Mai 03, 2017, 14:55:09 »
In einem Augenblick ist mehr, als tausend Leben
erforschen könnten, die du nacheinander lebst.
Was immer du davon vor deine Augen hebst,
mag es dich noch so sehr erfüllen und erheben,

ist Ahnung nur vom großen Ganzen dieser Erde,
darauf du etwas fühlst und atmest und erreichst,
doch ist der eine Weg, von dem du niemals weichst,
nur einer unter ungezähltem Wohl und Werde.

Unmöglich, auch nur das Geringste zu erfassen,
das jetzt geschieht, da deine Augen diese Zeilen
bereisen, ihr Verströmen sich geschehen lassen!

Die Welt entufert sich unsäglich deinen Sinnen,
und nur, worauf die Augen seelenvoll verweilen,
erwächst zu Welt in dir und kann sich dort beginnen.
« Letzte Änderung: Mai 04, 2017, 13:19:30 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

Phoenix-GEZ-frei

Re: Allumfassender Moment
« Antwort #1 am: Mai 03, 2017, 17:54:21 »


Lieber Erich,

Dieses dein
Melodei
mit:

Universeller Schönheit



[/i]

Erich Kykal

Re: Allumfassender Moment
« Antwort #2 am: Mai 04, 2017, 13:21:09 »
Hi Phönix!

Vielen Dank
für die
freundliche
Replik
!

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

cyparis

Re: Allumfassender Moment
« Antwort #3 am: Mai 11, 2017, 11:10:19 »
Lieber Erich,

Du zeigst, wie sich scheinbar Widersprechendes verbinden und verschlingen läßt, daß es eine ganz neue Erfahrung wird. Sind wir bis heute blind durch die Zeit gestolpert?
Dein Gedicht ist sehr philosophisch und gar nicht sooo leicht zu entschlüsseln. Weil uins allumfassende Momente so selten begegnen? Weil die allumfassenden Momente vielleicht gar nicht wirklich wahr geworden sind?
Ich erlebe sie am ehesten, wenn ich träume.

Ich darf Dich zitieren?

Die Welt außerhalb von uns ist praktisch unendlich - aber das kann die Welt IN uns ebenfalls sein, oder zumindest so groß, wie wir sie eben gerade noch zu bauen und zu erfassen vermögen.


Lieben Gruß
von
Cyparis
Der Schönheit treu ergeben
(Lady Anne von Camster & Glencairn)
copyright auf alle Texte

Erich Kykal

Re: Allumfassender Moment
« Antwort #4 am: Mai 11, 2017, 16:44:17 »
Hi Cypi!

Du bringst es auf den Punkt. Wir leben in beiden Welten, und in welcher wir uns lieber aufhalten, dürfen wir selbst entscheiden. Erfassen in ihrer Gesamtheit vermögen wir wohl beide nie. Die äußere ist zu groß, um ganz erforschbar zu sein, die innere oft zu unerforscht aus mangelnder Selbstreflektion und -analyse. Bis zuletzt vermögen wir uns immer noch selbst zu überraschen, nicht wahr?

Hab Dank für die freundlichen Zeilen!  :-*

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.