Autor Thema: Bittersüß  (Gelesen 1646 mal)

Erich Kykal

Bittersüß
« am: August 20, 2019, 12:22:26 »
Bittersüße Zwitterstunden
habe ich mir zugefunden,
Lachen, Weinen, alle beide
teilen Weh darin und Freude.

Weise Lehren aus Verlusten,
greise Sünden des Bewussten,
wirrer Taumel der Gefühle,
darin ich benommen wühle;

alles nimmt mein Sein zusammen,
wirft es wider alle klammen
Ausgeburten meiner Reue,
dass ich atmen kann aufs Neue.
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

Sufnus

Re: Bittersüß
« Antwort #1 am: August 20, 2019, 17:02:47 »
Formal ähnlich gebaut wie in Deinem Gedicht Schlussakkord. Relativ kurze Zeilen mit regelmäßigen Paarreimen und zahllosen Binnenreimen und Assonanzen, was einen ungeheuren Lesesog erzeugt... gefällt mir auch richtig richtig gut!!! Schön auch hier wieder der eingebaute Moment des Atemholens (diesmal in der letzten Zeile), die zugleich einen hoffnungsfrohen Ausblick in die Zukunft ermöglicht.
Sehr sehr gerne gelesen! :)
S.

Erich Kykal

Re: Bittersüß
« Antwort #2 am: August 20, 2019, 18:07:37 »
Hi Suf!

Ja, bestenfalls ambivalente Wesen, die wir sind, müssen wir immer wieder solche Augenblicke erforschen!  ;) ;)

Vielen Dank für die lieben Zeilen!  :)

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.