Autor Thema: Poesie und Politik  (Gelesen 5009 mal)

Erich Kykal

Re: Poesie und Politik
« Antwort #15 am: Mai 20, 2020, 23:37:11 »
Hi WM!

Bloß dass in meinem Fall die Gedichte selbst gelöscht wurden, mitsamt den Kommis. Interessanterweise nur jene, die ein schlechtes Licht auf AfD oder noch Rechtere warfen ...

Man sagte mir, ich hätte mich in Hass verstiegen und könne nicht mehr objektiv urteilen, ich wäre hier der Störenfried und Unfriedenstifter - und das für Gedichte gegen Nazis, gegen Islamophobie und rassistische Demagogen!

Wird wohl so gewesen sein ...  ::) >:D

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

AlteLyrikerin

Re: Poesie und Politik
« Antwort #16 am: Mai 25, 2020, 11:21:22 »
Hallo Erich,

Deine Verse über das Geschehen einer lyrischen Zensur sind handwerklich sehr gut gemacht, und mit Ihren bildhaften Beispielen überzeugen sie sehr. Fast könnten sie mich schwankend machen in meiner Meinung, dass bestimmte Machwerke besser gelöscht bzw. nie veröffentlicht worden wären. Die Freiheit der Kunst muss sehr groß ausgemessen werden, weil ihre Beschränkung extrem gefährlich ist. Dennoch muss es Grenzlinien geben, damit sich unter dem Deckmantel der Kunst nicht so manche verderbliche Gemeinheit verstecken kann.

Darüber nachzudenken regt Dein Gedicht an. Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.

Sufnus

Re: Poesie und Politik
« Antwort #17 am: Mai 25, 2020, 12:04:14 »
Hi AL! :)
Wobei in eKys Fall der Kontext aus einem anderen Forum war, dass gerade auch die Kritik eKys an - wie Du es treffend formulierst - verderblichen Gemeinheiten gelöscht wurde.
eKys politisches Schreiben ist immer ein großes Plädoyer für Meinungsvielfalt, Toleranz (außer: gegenüber der Intoleranz) und das Recht darauf, Dinge beim Namen zu nennen. Was diesen letzten Punkt angeht, kennt eKy (ich liebe ihn dafür) auch i. d. T. kein Pardon... er wird eine politisch ins Braune spielende Tendenz unverblümt und harsch kritisieren und dabei den Pfad der Höflichkeit zugunsten der Klarheit verlassen.
LG! :)
S.

Erich Kykal

Re: Poesie und Politik
« Antwort #18 am: Mai 25, 2020, 13:01:31 »
Hi Suf!

Ich sehe mich als persönlich unpolitisch, bemühe mich allerdings um positive menschliche Eigenschaften. Dass so viele politische oder religiöse Strömungen diese so gern hintanstellen, um "in der Sache" aufzugehen und alle kleineren wie größeren Grausamkeiten mit deren Befördern zu rechtfertigen, zwingt mich leider öfter dazu, Stellung zu nehmen und diese Kehrseiten aufzuzeigen.

Hi Al!

Wenn du mal Lust hast, in meinem Archiv zu stöbern, wirst du hier all jene Werke gegen Islamophobie, Neonazis und Afd (plus Pegida) finden, die "anderswo" getilgt wurden - mach dir selbst ein Bild aus deiner Sicht davon, ob die Löschung zu Recht geschah.

Ich schreibe gegen extreme Rechte genauso wie gegen islamistische Gottestrottel (oder solche jeder anderen beliebigen Religion, die meinen, ihre "Einzige Wahrheit" anderen aufdrängen zu dürfen!) - ist in meinen Augen alles das gleiche verstiegene Gesocks: unsichere, schwache Geister, die Bestätigung und Selbstwert suchen und in der aggressiven Gemeinschaft solcher Weltbekehrungsmodelle finden, was ihnen Gewicht und Wirkung verleiht, die sie sonst nie hätten.
Oder sadistische Soziopathen und kontrollgeile Machtmenschen, die im Gewand einer "Bewegung" ihre asozialen Begierden frei ausleben, vor allem, wenn autoritäre Dominanz, Verhärtung und Hass gegen alles "andere" programmimmanent sind ...  ::)


LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

Agneta

  • Gast
Re: Poesie und Politik
« Antwort #19 am: Mai 27, 2020, 19:15:53 »
Hab ich noch gar nicht gesehen, lieber Erich. Ja, ich gebe dir recht, denn Gedichte sind Ausdruck unseres Meinung. LG von Agneta

Erich Kykal

Re: Poesie und Politik
« Antwort #20 am: Mai 27, 2020, 20:37:32 »
HI Agneta!

Manche Meinung wird nicht gern gehört, schon gar nicht, wenn viele einer anderen sind ...

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.