Mein Körper ist zerschlagen und zermahlen
und mischt sich wieder mit dem Uferschlick.
Kein Weg führt mehr in meine Form zurück,
vorbei die Zeit des Dienens und der Qualen.
Erinnerungen schweben lautlos über
dem Wasser noch, bevor auch sie verblassen:
An den Gehorsam und das blinde Hassen -
und nur mein Lehm macht noch die Wasser trüber.
Der Fluss der Zeit wird weiterhin sich wandeln,
und alle Taten müssen Wellen schlagen,
um doch am Ufersaume zu versanden.
Ich bin die Erde wieder, wo sie landen,
ihr Tun mit meiner Ewigkeit verhandeln,
als wollten sie ihr Schicksal weitersagen.
*Anmerkung:
Will man die gesamte Reihe lesen, möge man bitte 'Der Golem I-V' suchen. Leider hatte ich die Werke zuerst einzeln eingestellt, aber dann wurden es immer mehr, und die ursprünglichen Fäden hatten bereits Antworten ... - kurz, ich wollte sie dann nicht mehr löschen. Es gibt jedoch besagten Faden, in dem alle 5 Golem-Gedichte zusammengefasst sind.