Autor Thema: Sarkastische Kommentare  (Gelesen 2316 mal)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #30 am: Juni 23, 2023, 11:57:48 »
Jetzt muss ich in die emotionale Kiste greifen. Warum wir uns persönlich bedroht fühlen, ist der Umstand, dass 1. hierarchische Strukturen, wie auch 2. Zugehörigkeitsgefühl im Begriff sind sich zu verändern.

Zu 1 wäre zu sagen, dass wir bei der Tätergruppe keinen Respekt vor dem Gewaltmonopol des Staates sehen, von Grundgesetz und Menschenrechten ganz zu schweigen. Die Bürgerschaft wird als Freiwild zum Abschuss freigegeben und niemand ist in der Lage diesem Unwesen Einhalt zu gebieten.

Zu 2 wäre zu sagen, dass der Begriff Heimat und nationale Identität sich verwässern. Der Bürger bekommt hautnah mit wie die Säulen der Sicherheit und das Eingebettetsein in einer Gemeinschaft nach und nach verschwinden. Das macht Zukunftsangst aber auch Wut auf jene, die mit ihrer Brutalität das kaputtmachen, was uns einst lieb und wert war. Da es zu keiner Dufferenziertheit kommt, neigt der Mensch dazu zu pauschalisieren und ganze Volksruppen zu stigmatisieren.

Das wären grob gesagt die wichtigsten Beweggründe aber es gibt natürlich noch mehr, was aber den Diskussionsfagen sprengen würde.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #31 am: Juni 23, 2023, 12:00:05 »
Kirchentag
Es ist unsäglich wie Steuergelder auf Kirchentagen wie Dopaminpillen verballert werden, um ein dümmliches Lächeln auf die Gesichter der Beseelten zu zaubern.
Wenn dann noch studierte Theologen ihr Schmarotzerdasein aufpeppen, um ihren Quargel auf der Bühne zu verzapfen, ist das Maß definitiv voll.

Es ist deshalb dringend notwendig eine umfassende Säkularisierung voranzutreiben, wie es in Frankreich umgesetzt wird. Dass Pseudotheologen marodierend durch die Medien geistern und ihren Dünnpfiff verbreiten, stört mich eigentlich weniger, wenn ihnen nur ihr gutmenschliches Schlappmaul ab und zu gestopft wird.

Die Kirchen und ihr unrühmliches Fraternisieren mit dem Nazi Regime ist bis heute nicht ausreichend aufgearbeitet worden. Auch gegen die ungeheuerlichen Verbrechen an den als 'rassenfremd' diskriminierten und verfolgten anderen, insbesondere den Juden, erhob sich in der Kirche in Deutschland kaum eine Stimme.

Wem es heute nicht dämmert auf wen oder mit was er sich da einlässt und diesen andienerlichen Kirchentagen noch das Wort redet, ist ein geistiger wie auch materieller Untertan im Sinne von Heinrich Mann. Nee, hör mir auf mit dem Gesockse.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #32 am: Juni 23, 2023, 12:01:28 »
Drittweltland
Wir sind auf dem Weg ein Drittweltland zu werden, spätestens seit dem Zeitpunkt, als man uns Diversität und Buntheit übergestülpt hat und uns eine Lebensphilosophie von rot und grün aufdrückt hat. Wir haben nicht erkannt, dass das Totschlagargument Klimawandel den selben Gesetzen folgt, die man schon in der Pandemie angewandt hat. In dem Glauben, dass die Politik es schon irgendwie richten wird, haben wir es versäumt wirkungsvoll dagegen zu demonstrieren und nun ist die Deindustrialisierung nicht mehr aufzuhalten. Ein florierendes Staats und Wirtschaftsgefüge ist im Begriff sich selbst zu demontieren, ohne zu hinterfragen wer in Zukunft ein aufgebähtes Sozialsystem finanzieren soll, wenn die ehemaligen Leistungsträger mit ihrer Lifebalance beschäftigt sind oder ins Ausland abwandern. Und wer da glaubt, dass es mit einer politischen Richtungsänderung noch schlimmer kommen könnte, irrt sich gewaltig, denn der Istzustand in diesem Land ist mittlerweile am absoluten Tiefpunkt angelangt. Es spielt keine Rolle mehr, wenn einige wenige Politiker, Wirtschaftsfachleute und Philosophen davor warnen, denn sie werden ganz einfach ignoriert oder niedergeschrieben. Mit ein Grund warum sich Deutschland im Ranking der Pressefreiheit weiter verschlechtert hat (Platz 21).
Man diskutiert offen über die Transformation via Morgenthau Plan in der Elternsprecherregierung. Der Morgenthau Plan ist nichts anderes als der Marshall Plan - nur für Gemüsebauern und Veganer, angedacht von Minister Morgenthau der Rooseveltadministration und das soll jetzt mit Verspätung kommen aber alles kein Problem für Habeck. Vorsicht Satire > "Wir werden einfach 50 Jahre Diversitäts und Agrarstaat und setzen danach wieder mit der Industrie ein".
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hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #33 am: Juli 01, 2023, 09:37:07 »
DDR Romantik
Die Menschen aus der ehemaligen DDR sind doppelt geplagt. Sie mussten übergangslos zwei Diktaturen hintereinander ertragen. Sie hatten keine Möglichkeit andere Kulturen zu treffen und auszuloten. Sie fühlten sich nach der Wende als Bürger zweiter Klasse. Diesen Umständen zufolge hat sich ein Misstrauen gegenüber dem Fremden und auch der Bevormundung entwickelt. Es hat auch ein Heimweh nach einer in sich geschlossenen Gesellschaft (einer Heimat) bewirkt, auch wenn das als Sozialromantik missverstanden werden könnte. Dazu gehört auch die Rückbesinnung auf die Schriftsteller und der DDR Kunst im Allgemeinen.

Aber die Abgrenzung gegenüber der teuflischen Krankheit des Westens und seiner Bubble Gum Dekadenz, hat auch die Entwicklung der Phantasie und der Illusion eingeschränkt, weil ein Deckel ohne Ventil stets zu einem Überdruck führt und an der Gesamtheit der Erfahrungen nur vorbeischrammt. Das ist fatal, denn auch die vermeintliche Dekadenz führt zu Bewußtseinsbildung und Augenmaß im weitesten Sinne.

Ich habe den Bürgerrechtler Stefan Krawcyik kennengelernt und gespürt wie schwierig es für ihn damals war, loszulassen und unbeschwert zu sein, denn immer hing das Damoklesschwert der Repression und Stasi, auch wenn die DDR schon längst Geschichte war, über allem. Ich will damit sagen:-- Das legt man nicht einfach ab wie ein Kleidungsstück. Die Unbeschwertheit das Seins verträgt keinen Spitzelstaat und bringt die Menschen um die Möglichkeit ausgelassen und albern zu sein. Ist das denn so erstrebenswert? - Könnte man sagen und ja, ist es  denn diesen Sinn beim Unsinn befreit die Seele ein Stück weit von der Melancholie.

Das hat jetzt alles wenig mit der headline des Werkes zu tun, wenngleich die Umstände, die ich beschrieben habe, von Nutzen  sind wenn ich mich in einer community bewege und gewohnt bin meine Worte abzuwägen und mich nicht wie ein ein hirnloser Trampel aufführe.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #34 am: Juli 02, 2023, 20:53:14 »
Der neue Journalismus
Verlage und Journalismus sind gekauft, lautet das Totschlagargument der Populisten. Ist das richtig?
Wenn mann die 220 Millionen, die vom Bund and die Printmedien geflossen sind, lautet die Antwort "ja". Nun sind 220 Millionen auf so viele Verlage verteilt keine Unsumme aber das Signal der Bestechlichkeit ist trotzdem deutlich und wer beißt schon in die Hand, die ihn füttert?
Es hat sich dadurch eine neue Form der Weisungsbefugnis etabliert, die vom Verlagschef bis in die kleinen Redaktionssitzungen reicht und wo jedem Journalisten klar gemacht wird in welche Richtung der Zug fährt. Die Journalisten werden peu à peu dekradiert und müssen sich als Gefälligkeitsschreiber ihr Brot verdienen. Da stehen erstmal die Interessen der Anzeigenkunden im Vordergrund, gefolgt von dem politischen Mainstream und innerhalb dieses Spektrums wird dann drauflos recherchiert oder aber als "heiße Kartoffel" gar nicht erst berichtet. Die Leserschaft wird mit entsprechenden Vorwarnungswörtern in die richtige Richtung dirigiert. Das klappt wunderbar und kritische Geister werden so schleichend diffamiert, ob es um Friedenspolitik, WHO Dekrete, Klimawandel oder völkerrechtswidrige Kriege geht. Für alles stehen neue journalistische Begrifflichkeiten bereit.

Richtig etabliert haben sich:
● Zündeln und Raunen
● unlautere Absichten
● Stimmungsmache
● am rechten Rand fischen
● ist irgendwo falsch abgebogen
● befindet sich im Paralleluniversum
● spalterisch verschwurbelt
● Diskursverschiebung
● Opfer Täterumkehr
● gefährlich
● AfD Nähe
● rechtspopulistisch
● antisemitisch
● unvereinbar mit ...

Auf dieser Klaviatur kann und muss jeder Journalist spielen können, will er sich im neuen Blätterdschungel behaupten.
Was kann man überhaupt noch lesen?
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #35 am: November 02, 2023, 18:48:26 »
Sackhüpfen

Wer da glaubt dieses Land wäre nicht innovativ, irrt sich gewaltig aber hallo,  denn neuerdings liest man vor den Fußgängerzonen neue Schilder "Zone der Zufußgehenden". Überhaupt sind  Beschilderungen, Wegweiser, Warteschleifendurchsagen und gut gemeinte Digitalisierungen der Behörden stark im Kommen, wenn sie auch so unausgereift sind wie die Zugfahrpläne der Bahnhöfe. War Deutschland zu Boomerzeiten ein Garant für Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, schaukeln wir uns heute im gemütlichen "Laisser faire" von einer Katastrophe in die nächste. Dabei werden wir von einer ausgeklügelten Staatsraison dauerberieselt, welche Autos wir fahren und welche Schnitzel wir essen sollen. Sogar der Gesundheitsminister mischt sich ein mit Hitzeratschlägen, als hätten die über Sechzigjährigen  verlernt wo der nächste Schatten ist. Ob Regen oder Sonnenschein, nichts geht mehr ohne die Hinweise auf den lebensbedrohlichen, menschengemachten Klimawandel.

Auch im Sicherheitsbestreben entdeckt der Staat mit dem Hinweisgeberschutzgesetz neue Geldvernichtungsanlagen für deutsches Denunziantentum. Tausende Mitarbeiter der Meldezentralen müssen Schimpftiraden von Verhaltensauffälligen dokumentieren. Danach schwärmt Polizei und Ordnungsamt aus, um rasende Radfahrer, nicht angeleinte Hunde und Balkongriller zu bestrafen.

Der Generation FFF wird ebenso innovativ Rechnung getragen und so musste eine Frauenskulptur, die schon 60 Jahre auf dem Unigelände in Flensburg abstrakte Kunst verkörperte ausgelagert werden, weil bei dem Anblick ihrer breiten Hüften eine Anzahl von woken Studentinnen sich zunehmend "unwohl" fühlten. Jetzt wissen wir auch weshalb 170 Professuren für Genderstudies in Deutschland gebraucht werden. Es gibt noch viel zu tun.

Die Auswirkungen der eingeläuteten Zeitenwende sind unübersehbar. Das Dauerabonnement für die letzten Plätze beim ESC Germany no points,  der Absturz des deutschen Fußballs und die Ĺeichtathletik Europameisterschaft ohne eine einzige Medaille stehen sinnbildlich für die neue Generation der Sackhüpfer an Kindergeburtstagen.

Das alles wird interpretiert und moderiert von den Öffentlich Rechtlichen mit eingebauter Belehrungsfunktion oder vom kompetenten Wirtschaftsminister mit Marie Antoinette Weisheiten:-- "wenn der insolvente Bäcker kein Brot mehr hat, sollen eben alle Kuchen essen".

Politikverdrossenheit wird weggewischt, schließlich haben wir die rote Linie, die von keiner Partei überschritten werden darf. Trotz allem braucht es keine Wirtschaftsweisen, denn die Wählerschaft weiß sehr wohl, dass wir in einem schon seit  Jahren anhaltenden Dauersommerloch festkleben und da hilft weder Doppelwumms noch Solidaritätsaufruf des wankenden Kanzlers. Deutschland hat sich und wird sich verändern und wir freuen uns mit Frau Göring Eckhardt darauf.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #36 am: November 04, 2023, 19:34:39 »
German Angst
Aktuell ist ein Richtungswechsel hin zum Konservativismus zu bemerken. Die gesellschaftliche Pulsmessung am Elektrozaun hat, neben einem leichten Kribbeln, über Nacht dafür gesorgt, dass eine Weltanschauung ins Wanken geraten ist. Der Terrorakt der Hamas und die darauf folgende Reaktion von Israel, hat einen Antisemitismus auf die Straßen gebracht, der den Tod aller Juden über Lautsprecher skandierte. Als  "Wut der Migranten" wurde er in den Medien fett betitelt und zugleich die Frage aufgeworfen: --  was ist bei der Integration schiefgelaufen?

Deutschland war zu lange eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, eingebettet in einem Universalismus, in dem nationalistische Elemente wie Vaterland sogar von Ministerseite als Unwort galt und in dem vorgegaukelt wurde, es gäbe den weltumspannenden Begriff der Menschenrechte.

Mit dem Schockerlebnis des Terrors und der Konfrontation einer eingewanderten mittelalterlichen Gesellschaftshierarchie wurde klar, dass es sich um einen folgenschweren Irrtum handeln musste.

Es geht nicht mehr allein darum Aktion und Reaktion im Nahen Osten zu relativieren, sondern unser komplettes Weltbild zu hinterfragen. Ein Weltbild, welches sämtliche Verantwortung delegiert hatte, angefangen von der militärischen Sicherheit, für die die Amerikaner verantwortlich waren, bis hin zur Energieversorgung, die man günstig in Russland einkaufte. Ein Wirtschaftswunder, welches sich der Gewinnmaximiering verschrieben hatte und in seiner Struktur aber weitgehend unpolitisch war. Es ist die "German Angst"  dass all das, was uns in der Vergangenheit an Bequemlichkeit zu Verfügung stand, nur ein Trugschluss war.

Es begann schon mit der ersten Migrationswelle 2015, danach kamen die Grundrechtseinschränkungen während der Pandemie, die Energiekrise im Zuge des Krieges in der Ukraine, die daraus resultierende Inflation, Deindustrialisierung, Verlust von Arbeitsplätzen und ein Klimahype mit einem völlig nutzlosen Heizungsgesetz.

Der Niedergang einer Regierung, die den Bezug zur Bürgerschaft verloren hat, zeigt sich am besten anhand des Umfragetiefs einer ehemaligen Volkspartei. Warum der Kanzler noch an dieser Ampel festhält, ist die Angst vor der Bedeutungslosigkeit.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #37 am: November 08, 2023, 16:05:14 »
Torte und Inside Islam

Constantin Schreiber hat, nachdem er bei einer Lesung tätlich angegriffen wurde, angekündigt sich nie wieder über den Islam zu äußern. Nun ist es sicher nicht lebensgefährlich ein Stück Sahnetorte ins Gedicht zu bekommen aber die Anfeindungen und Bedrohungen in den letzten Monsten haben massiv zugenommen, hauptsächlich von Seiten der autonomen linken, ebenso wie vom politischen Islam. Der Fall Constantin Schreiber wirft ein Schlaglicht auf Zustände in Deutschland, deren Benennung allein einem schon den beleidigenden Vorwurf und teilweise sogar die Vorverurteilung einbrachte rassistisch zu sein. Wir erinnern uns an den Fall Salman Rushdie, der wegen seiner Schriften von Ayatollah Khomeini zum Tode verurteilt wurde. So ein Todesurteil (Fatwa) wirkt lange und Rushdie wurde 2022, also 33 Jahre später bei einer Lesung von einem 24jährigen Täter bei einer Lesung in New York mit einem Messer schwer verletzt.

Wer ist dieser Tagesschausprecher Constantin Schreiber?
Er hat einige Jahre in Syrien/Ägypten gelebt, spricht arabisch, hat Jura studiert und Bücher zu dem Thema Islam veröffentlicht. In seinem Buch "Inside Islam" hat er die Ergebnisse von dem zu Papier gebracht, was in den Moscheen gepredigt und vor allem was über uns die Christen und Ungläubigen gesagt wird. Es wird unmissverständlich klar, dass dort niemand ein Interesse hat sich zu integrieren, im Gegenteil:-- wir sind die Feinde, die es gilt zu besiegen. Groteskerweise unterstützt die BRD diese Moscheen großzügig mit Spendengekdern an die türkische DITIB.

Nun sind sie halt mal da

Nun könnte man wie Angela Merkel sagen: "Nun sind sie halt mal da" aber das ist kein Lösungsansatz. Wir erleben ein einziges Scheitern auf der Ebene des Zusammenlebens. Es gibt auch nirgendwo auf der Welt ein Beispiel für ein gelungenes Zusammenleben von Islam und westlicher Welt. Deutschland täte gut daran die dänischen Migrations und Abschiebungsregeln einzuführen.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #38 am: November 20, 2023, 18:32:58 »
MwSt Gastro

Die Rahmenbedingungen und die Kaufkraft haben sich verändert. Es ist nicht nur der Stundenlohn.
Die Gastro ist schon länger auf dem absteigenden Ast und das nicht nur wegen Fachkräftemangel.
Es sind die außerordentlichen Kosten, wie QMS, Berufsgenossenschaft, IHK, Zusatzauflagen wie Fettabscheider und Entsorgung, aufwendige Umluftanlagen, Bereitstellung von Sozialräumen, schwindelerregende Stellplatzablösen usw die der Gastronom nicht mehr stemmen kann.
Dazu kommt die Veränderung im Konsumverhalten, der Umsatzeinbruch in  der Pandemie, die Überalterung der Kundenschicht und natürlich die Absenkung der Promillegrenze. Das heißt:-- die Hochpreisigen Sternejungs werden sich halten, ebenso die reinen Barbetriebe, die eingeführte Systemgastronomie und die Kebabgeschäfte.
Mit Blick in die Zukunft braucht man nur nach Frankreich zu schauen. Eine Flut von Snackbars mit Selbstbedienung und gaaanz vereinzelt mal ein Restaurant. Ansonsten geschlossene Läden mit fermé Schildchen und das trotz oder gerade weil Mindestlohn.
Die guten 90er Jahre sind endgültig vorbei aber es war ne tolle Zeit.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

hans beislschmidt

Re: Sarkastische Kommentare
« Antwort #39 am: November 24, 2023, 19:39:57 »
Schreiben und Kritik
.....
Es kann keine Kunst ohne Gesellschaftskritik geben, auch wenn Botticelli Erstaunliches als Kirchenlakai geleistet hat. Die Günstlinge der Renaissance gibt es heute zwar nicht mehr aber die Wortkünstler (mein Thema) von heute haben sich seit Corona und Ukrainekrieg genauso zum Brüllaffen der gesteuerten Medien gemacht, wenn man mal von Lisa Fitz und Monika Gruber absieht.

Eine lustige Clownstruppe, die in der ZDF heute Show usw ihre Standard Witzeleien absondern, so wie sie es seit Jahren schon runterleiern. Das verblödete Publikum ist auch zu nichts anderem als dümmliches Schenkelklopfen zu gebrauchen.

Man möchte glauben, dass es in einem Forum von Wortkünstlern anders ist aber beim genauen Hinsehen begegnet man auch hier den immergleichen Gesichtern. Um sich einen Platz in der nach oben offenen Aufmerksamkeits-Scala zu sichern, stänkert und pöpelt man durch das Terrain und huldigt sich selbst, auch wenn man nur ein paar Semester Philosophie vorzuweisen hat. Oder man praktiziert die Schocktherapie und lässt bei jeder Gelegenheit die Hosen runter. Die angesagten Witzbolde schaffen es sogar bei Mord und Totschlag sogenannte Rekommverslein talentfrei auf Dummdeutsch  zu verbraten. Sollte ein Vers nicht gelingen, tut's zur Not auch ein Emoji mit Zunge raus. Allen gemeinsam ist der Umstand, dass sie sich auf Deutsch nicht bemühen wollen, außer ein paar Halbsätze mit Beleidigungen abzuladen.
« Letzte Änderung: November 24, 2023, 19:41:37 von hans beislschmidt »
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)