Hi Curd!
Schön, dass es dich noch gibt!

Ja, so wie du es schreibst hatte ich es auch gemeint, so am Nuckel der eigenen Besinnlichkeit.
Aber jeder weiß, wie das so ist: Man erklärt sich zu etwas bereit, und schon kommen ein paar weitere Sachen hinzu, aus 'Kulanz', Goodwill, oder weil Sache eins ohne die anderen gar nicht erst funktionieren würde - und schon hast du einen ganzen Rattenschwanz neuer Verpflichtungen am Hals, weil jedes Ding sofort 'Junge kiegt', und weitere 'Bittsteller' auf deine Freundlichkeit und dein Wohlmeinen bauen, als wäre das im sozialen Kontext wie automatisch vorausgesetzt.
Und warst erst EINMAL altruistisch, rechnet sofort jeder um dich herum damit, dass das auch fürderhin so bleibt, und sie jederzeit mit etwas zu dir kommen können, weil du doch so gutherzig und hilfsbereit bist, oder?
Ich habe nichts gegen Menschenfreundlichkeit, aber ich möchte auch nicht das Gefühl haben, dass meine Gutmütigkeit ständig ausgenutzt wird, und leider war das nicht selten der Fall, vor allem im Kollegium meines Berufslebens. Dabei unterstelle ich den Leuten, die 'Gefallen' von mir haben wollen, noch nicht einmal irgendeine unlautere Absicht. Nein, wenn sie einen einmal so wahrgenommen haben, als verlässlichen Kumpel, den man zu allem breitschlagen kann, dann nutzen sie das intuitiv aus und glauben sogar noch, derjenige täte das doch gerne, jederzeit, überall, und für jeden.
Es scheint ein Teil der sozialen Übereinkünfte unseres allgemeinen Zusammenlebens zu sein, der, einmal getriggert, kein Ende mehr findet, und lehnt sich der Betroffene dagegen auf, erachtet man ihn sofort als unsozial, miesepetrig oder berechnend, so als wäre es plötzlich SEINE Schuld, wenn er mal wieder seine Ruhe haben möchte ...
LG, eKy