Als hätt' er Hämorrhoidenschmerzen,
den runden Flötenmund gespitzt,
den Zug der Arroganz von Herzen
in seinen Stirnenfuß geschnitzt,
ereifert sich sein Weltverkennen
mit der Verachtung, die ihn treibt,
sich ohne Bremsen zu verrennen,
bis kein Vertrauen übrig bleibt.
Die Größe, gern von ihm beschworen,
meint Herrschaft nur. Den Rest der Welt
hat dieser Popanz längst verloren,
beleidigt und zutiefst verprellt.
Wie zeigefingernd er sich brüstet
und polternd seine Lügen flicht,
ob Zweifelnder zutiefst entrüstet,
obwohl er alle Regeln bricht.
Es ist die hochbrisante Mischung
aus Bildungsferne und Kalkül,
die ihn bewegt, und die Verwischung
von klaren Fakten mit Gefühl.
Wie dumm ein Volk, das wehe, wehe,
sich seine Henker selber wählt?
O Austria, das frage, ehe
die Stimmen man für Kickl zählt.