Autor Thema: Wunsch  (Gelesen 150 mal)

a.c.larin

Wunsch
« am: August 23, 2025, 06:10:53 »
Sinke, Tag, von meinen Schultern
wie vom Ochsen das Geschirr -
denn, was du mir abverlangtest,
Machte müde mich und wirr!

Jede Faser meines Körpers
schreit Erschöpfung, fordert Ruh -
und so taumle ich benommen
einem tiefen Traume zu....

Fliehe, Tag, aus meiner Seele
und entlaste ihren Sinn,
dass im Schlaf sich von mir stehle
was ich nicht in Wahrheit bin!

Alles Bangen, alles Sorgen
kehre um zu Kraft und Mut -
schenke Neubeginn am Morgen
und das Wissen: Es ist gut!

Erich Kykal

Re: Wunsch
« Antwort #1 am: August 23, 2025, 09:29:04 »
Hi larin!

Schönes Werk zur inneren Ermutigung, sich der Lebenslast zu stellen und sie zu schultern, nachdem man sich die Zeit gegönnt hat, sich von ihr zu erholen. Hochpoetisch und sanft, trotz der durchschimmernden Schwere der Mühsal und Last. Es vermittelt den Trost aus seiner Stille heraus, das Leben so anzunehmen und zu tragen, wie es eben ist und kommt, wenn man sich die Zeit nimmt, auch mal alles von sich abgleiten und es gut sein zu lassen, um neue Kraft zu schöpfen.

Ans Ende von S3Z3 gehört ein Komma.  ;)

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.