Hallo Erich,
oh ja, du weckst in mir Kriegsromantik.
Was waren das für Zeiten. Mann gegen Mann. Damals starben oder überlebten noch echte Helden. Doch heutzutage? Wie unpersönlich!
Nicht mal Blickkontakt, nicht einmal der gleiche Himmel über dem Gemetzel, bei dem man gemeinsam, oder einsam stirbt.
Der Fortschritt kann so grausam sein.
Alles ein Scherz von mir, verzeih.
Dein Gedicht öffnet dem Leser die Augen. Durch diese Entfernung zum Geschehen, wird das Töten leichter.
Der Krieg gleicht einem Computerspiel.
All dieser Fortschritt nützt nur dem Kriegstreiber, also dem Bösen.
Mit einem Hammer kann man einen Nagel in die Wand hämmern, oder auch töten.
Nicht der Hammer ist das Problem, sondern der Mensch.
Wird dieses unpersönliche, einfachere töten nun dazu führen, dass in Zukunft mehr Kriege entstehen?
Wenn dem so sei, sind gerade solche Gedichte sehr wichtig.
Du hast es auf den Punkt gebracht.
Ich dachte immer:
In Bedrängnis und in Nöten, lässt es sich viel leichter töten.
Dein Gedicht weckt das Erkennen: Die Entfernung macht das Rennen.
Viele Grüße, Copper