Hi Gum!
Dass man aus einem patriarchalisch männlichen Gott einen weiblichen machen will, erhöht in meinen Augen keinesfalls die Glaubwürdigkeit des Konzeptes vom schöpferischen Überwesen an sich.
Der Gott einerr Person (oder einer Kultur) spiegelt immer deren Haltung zur eigenen Person/Gemeinschaft. Wer dazu tendiert, sich selbst allzu ernst und wichtig zu nehmen, projiziert dies auch auf sein Gottesbild - siehe alle Strenggläubigen, egal wie ihr jeweiliger Gott heißen mag. Dieselbe Haltung findet sich auch in fanatischen politischen Bewegungen, siehe Nazis usw. Geltungssucht, Kontrollwahn, tumber Hass auf erklärte Feindbilder unter fadenscheinigsten Argumenten und Fake Facts, Machtanspruch dominanter Macher und solcher, die es werden wollen oder solchen gerne folgen, um unter deren Ägide mehr zu bedeuten als ihr talentfreies, bildungsfernes Selbst ohne die Stütze äußerer Autorität. Aus demselben Grund tandieren alle Machtherrscher seit den Pharaonen dazu, sich zu lebenden Göttern zu stilisieren. Ernster und wichtiger kann man sich selbst wohl nicht mehr nehmen.
Eine 'Gotta' ist also für mich bloß ein weibliches Pendant derselben Denkungsart, die von Hybris und Elitendenken befeuert wird, selbst wenn ihr Erfinder sie eher als Gegenbild zur gängigen autoritäten Religiosität verstanden wissen möchte. Religiosität ist an sich für mich ein überkommenes Konzept gesellschaftlich legalisierter Entmündigung, das sich auf Bildungsferne, Schwäche und Dummheit jener Gewohnheitsbetenden stützt, die sich diesen Bären von klein auf haben aufschwatzen lassen. Eine von sogenannten 'Schäfern' sowie politischen Mächtigen ständig missbrauchte Krücke für die Bedürftigen.
Das geschlechtlich umgedreht humorig aufzuarbeiten und zu hinterfragen, mag vielleicht sogar das bessere Konzept sein als mein logisch argumentatives Hadern. Wie auch immer, ich kann, was diese Thematik betrifft, einfach nicht aus meiner Haut. Deshalb verzeih mir bitte meine schriftliche Zornesfalte an dieser Stelle ...
Nebenbei: Wenn du den Penis des Mannes als seinen Rest-'Schwanz' bezeichnest - bekommt das arme Steißbein dann keine Minderwertigkeitskomplexe? Oder womöglich gleich eine ausgewachsene Identitätskrise?

LG, eKy