Hi Gum!
Auch hier wieder ein paar Kleinigkeiten:
Der Titel muss 'Entgolde
t' heißen.
In der allerletzten Zeile fehlt ein '
mich'.
S2Z3 - Kein Komma ans Zeilenende.
S1 - Dolden
sind Blüten, bzw. eine Blütenform - wenn du sie mit Blumen vergleichst, haut das nicht so recht hin, da könntest du auch Walflossen mit Meeressäugern vergleichen. '
Blüten' erscheint mir korrekter beschreibend.
Z1 - '
Trugen' erscheint mir sprachlich edler als ein schichtes 'hatten'.
Das 'Leben' in Z3 erscheint mir etwas missverständlich, impliziert es doch eine Handlung im realen Sein. Wir sind aber immer noch im Traumgefilde, daher klingt mir '
Sehnen' eher nach dieser Metaebene.
Am Ende von Z1 und 3 würde ich einen Doppelpunkt setzen, um den Satz besser verständlich zu machen.
Vorschlag:
Schon immer
trugen meine Träume Dolden
:Die Blüten, die der Schlaf im Dunkel pflückt,
und eine ließ mein
Sehnen mich vergolden
:Ich träumte mich in Zeit aus Gold entrückt.
Ein schönes philosophisches Bild vom vergeblichen Streben nach Reichtümern und deren Oberflächlichkeit, und wie sehr wir uns doch darin verrennen können, und sei es nur in Träumen.
Zugleich ein interessantes Stück Physikunterricht - gleich zwei eigentlich beinahe konträre Inhalte, die nur du so kongenial und trocken vermengen kannst, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Chapeau!
Detail am Rande: Wenn es tatsächlich gelänge, so einen Goldstern nahe genug zur Erde zu holen, um ihn ausbeuten zu können, würde nur eines passieren: Der Goldpreis würde ins Bodenlose fallen!
Zum Glück ist das Gold in solchen Sternen so extrem verstrahlt, dass jeder Gedanke an einen Abbau müßig wäre.

Sehr gern gelesen!

LG, eKy