Autor Thema: Aufruf an die Wähler  (Gelesen 129 mal)

Erich Kykal

Aufruf an die Wähler
« am: Mai 31, 2026, 10:27:58 »
Lasst sie nicht Geschichte machen,
diese schrecklich kalten Leute,
die nur an Gewinn und Beute
denken können, wenn sie lachen.

Stellt die eitlen Götzengockel,
die Adepten harter Mächte,
Jünger aller Niederträchte,
nicht noch auf die eignen Sockel.

Ach, was red ich, ach was fleh ich -
ihr macht weiter, dumm wie Brot,
heute johlend, morgen tot.

Euren stumpfen Egoismus
hinter hohlen Phrasen seh ich
auf dem Weg zum Kataklysmus.
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

gummibaum

Re: Aufruf an die Wähler
« Antwort #1 am: Mai 31, 2026, 23:49:35 »
Lieber Erich,

man fühkt das Kopfschütteln über die Art der Machthaber und ihre Erfolge und Unterstützer und die Resignation des Mahners.

Ein kurzzeiliges Sonett im Trachäus, das nach dem Lessen ein Pochen im Kopf hinterlässt. Ist die Waise (ich/ich) Absicht? Sie passt gut.

LG g

Erich Kykal

Re: Aufruf an die Wähler
« Antwort #2 am: Juni 01, 2026, 00:38:35 »
Hi Gum!

Danke für den freundlichen Zuspruch!  :)

'Seh ich/fleh ich' ist glaube ich, was man einen überhängenden Reim nennt. Manche bezeichnen diese Art Reim wohl als unsauber, aber zumindest rein phonetisch kann ich dem nicht beipflichten.

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.