Hi Curd!
Schönes Sonett! Ein besonders gelungenes aus deiner kundigen Feder! Bis hin zur Conclusio stimmig und wohlausgewogen.
Tipps:
Es hat sehr oft in einsam stillen Stunden
mein sehnend Herz vor Kummer sich gequält.
Wo deine Liebe seinem Schlagen fehlt,
hat es nur Traurigkeit und Leid empfunden.
Mein Hinverlangen sucht mit stillen Blicken
berauscht nach dir, du wundervolles Weib
mit deinem lustversprechend schönen Leib,
der mich beglückt mit brennendem Entzücken.
Drum komm zu mir und lösche dieses Brennen,
sonst werde ich vor Sehnen noch vergehen!
Lass balsammild den Duft der Liebe wehen,
der selig macht, was in mir lebt und fühlt,
und sacht die Glut der heißen Wollust kühlt,
und mich dabei dein wahres Ich erkennen.
Ich habe mir erlaubt, manches sprachlich oder klanglich zu runden, sowie 2 unvollständige Sätze entfernt (ich weiß nicht, warum manche das "lyrisch" finden ...

)
Im letzten Terzett haben Zeile 1 und 2 Platz getauscht, so wird m.E. die weit gespannte Klammer um diesen zweizeiligen Einschub nicht durch zu komplexe Satzführung überbelastet.
Nimm, was dir brauchbar erscheint. Sehr gern gelesen und bearbeitet!

LG, eKy