Hi Gum!
Vergiss nicht, dass dies hier aus der Sicht der willig Gläubigen geschrieben ist, eben der 'Kindern der Propheten', jener Propheten (also Verkünder und Prediger), die, gemessen an ihren intellektuell (und oft auch herzensgütlich) eng bemessenen Grenzen, eben viel zu weite metaphorische Schuhe tragen: Einen behaupteten Glauben an das Absolute, der ihnen absolut nicht passt.
Dennoch: Die 'Kinder' nehmen dies nicht wahr - oder wollen es gar nicht. Schon ein Titel wie 'Bischof' oder 'Ajatollah' reicht aus, um sie gehorsam ins Knie sinken zu lassen, ergriffen von der selbstauferlegten Macht ihrer 'heiligen Hingabe'.
Ich frage mich, welche Sorte schlimmer ist: Der verstiegene Narr - oder der Narr, der diesem Narren kritiklos folgt? Nun, von beiden gibt es ja auch noch eine andere Sorte: Nicht durchglüht von naivem Sendungsbwusstsein oder williger Anbetung, sondern eiskalt manipulierend und berechnend, wieviel Macht über andere sich aus diesem System herausschnitzen lässt. So entstehen geifernde Päpste und ihre Kreuzritterhorden, oder giftspeiende Ajatollahs und ihre Revolutionsgarden: Beide Sorten von 'Religiösen' auf beiden Seiten - auch wenn ich sicher bin, dass die berechnenden Glaubenssoziopathen unter der Führungselite solcher dogmatischer Konstrukte prozentual stets häufiger vertreten sein dürften als unter den durchglüht dienenden Kindern, die sich die viel zu weiten Schuhe ihrer Proheten nur zu gern auch selbst überstreifen, um grausam darin über alles hinwegzulatschen, was sich ihrer Behauptung von Wahrheit (Sorte von Schuh) nicht fügen will.
LG, eKy