Autor Thema: Heimkehr  (Gelesen 2580 mal)

gummibaum

Heimkehr
« am: Mai 25, 2017, 19:16:30 »
Mein altes Dorf, mein Haus. Wie bang
wird mir, da ich dich endlich sehe.
Erst Krieg, dann Gulag jahrelang
und nun die unverhoffte Nähe.

So still das Haus, als sei es leer.
Ob sie vielleicht gerade schlafen?
Die letzten Schritte werden schwer -
Es gibt noch unbekannte Strafen…

Erich Kykal

Re: Heimkehr
« Antwort #1 am: Mai 25, 2017, 19:53:56 »
Hi Gum!

Heimkehrer aus sovietischer Kriegsgefangenschaft im Wirtschaftswunderland - sie fanden oft ein Deutschland, das nicht mehr das ihre war oder das nicht mehr mit ihnen gerechnet hatte ...

Intensive Zeilen. War dein Vater oder ein Onkel unter ihnen, oder wie kommst du auf dieses Thema?

Sehr gern gelesen!

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

gummibaum

Re: Heimkehr
« Antwort #2 am: Mai 25, 2017, 22:14:43 »
Danke, Erich. Nein, es war nun ein Gedanke zu einem Foto.

LG gummibaum

cyparis

Re: Heimkehr
« Antwort #3 am: Mai 27, 2017, 11:14:48 »
Lieber gummibaum,

welch banges Ahnen strömt aus diesen Zeilen! Ungesagt und doch mit  e i n e m Wort alles ausgedrückt:
unbekannte Strafen.
Ein Gedicht wie ein Stein. In die Tiefe sinkend.
Bittergras der Wiese.

Lieben Gruß
von
Cyparis




PS Ich bin sicher, Dir gelänge es, aus einem Häufchen Vogelfutter ein Gedicht zu kreieren!
Der Schönheit treu ergeben
(Lady Anne von Camster & Glencairn)
copyright auf alle Texte

wolfmozart

Re: Heimkehr
« Antwort #4 am: Mai 27, 2017, 11:40:08 »
Kurz, aber präzise auf den Punkt gebracht.

Eine kleine lyrische Perle.

LG wolfmozart