Autor Thema: Begegnung  (Gelesen 3591 mal)

gummibaum

Begegnung
« am: Juli 17, 2013, 17:19:13 »
Manchmal begegnet dir die Zeit,
die sonst nur weitergeht,
nichts als Momente tauscht und reiht,
als wenn da jemand steht.

Dann tritt sie nah an dich heran
für einen Augenblick,
fasst etwas in dir leise an
und tauscht dir aus ein Stück.

Dann hast du plötzlich das Gefühl,
du bist in fremder Hand
und spürst herangerückt schon kühl
den Hauch am letzten Rand.
« Letzte Änderung: Juli 17, 2013, 17:24:31 von gummibaum »

cyparis

Re:Begegnung
« Antwort #1 am: Juli 21, 2013, 20:24:25 »

Manchmal begegnet dir die Zeit,
die sonst nur weitergeht,
nichts als Momente tauscht und reiht,
als wenn da jemand steht.

Dann tritt sie nah an dich heran
für einen Augenblick,
fasst etwas in dir leise an
und tauscht dir aus ein Stück.

Dann hast du plötzlich das Gefühl,
du bist in fremder Hand
und spürst herangerückt schon kühl
den Hauch am letzten Rand.




Das ist, als fasse mir eines Eiseshand ans Herz.
Ich hätte in der 2. Strophe anders formuliert, aber das spielt keine Rolle.

Dir gelingt es immer wieder, mir das Gefühl zu geben, daß Du mein Allerinnerstes durchschaust.
Manchmal ist das beunruhigend.


Abendgruß
von
Cyparis
Der Schönheit treu ergeben
(Lady Anne von Camster & Glencairn)
copyright auf alle Texte

gummibaum

Re:Begegnung
« Antwort #2 am: August 06, 2013, 19:07:55 »
Tut ir leid, Cyparis, dass ich nicht reagiert habe. Ich habe es übersehen. Danke nachträglich.

LG gummibaum

wolfmozart

Re:Begegnung
« Antwort #3 am: August 24, 2013, 15:22:37 »
das ist ein besonderes Gedicht. Sprachlich und vor allem auch inhaltlich.

...fasst etwas in dir leise an
und tauscht dir aus ein Stück...
das finde ich besonders gut!

Lg wolfmozart

gummibaum

Re:Begegnung
« Antwort #4 am: September 01, 2013, 01:43:53 »
Danke,  wolfmozart. LG gummibaum

Erich Kykal

Re:Begegnung
« Antwort #5 am: September 01, 2013, 11:55:56 »
Hi, Gum!

Sehr schön!

Bloß am Anfang etwas indifferent, da das "manchmal" betonungsmäßig problematisch ist: Hier muss man die 2. Silbe betonen, was sich aber erst aus den Folgezeilen ergibt. Da normalerweise und zumeist die erste Silbe von "manchmal" beim Lesen betont wird, kommt es beim ersten Lesen hier automatisch zu "Rhythmusstörungen".

Ist aber keine große Sache, bloß eine kleine Lästigkeit. Beim neu Ansetzen gibt es keine Ruckler...

Sehr gern gelesen!

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

gummibaum

Re:Begegnung
« Antwort #6 am: September 01, 2013, 15:22:34 »
Danke, Erich. Mir fällt im Moment nichts Besseres ein.

LG gummibaum

Erich Kykal

Re:Begegnung
« Antwort #7 am: September 01, 2013, 21:02:17 »
Wie wäre das!?

"Zuweilen blickst du in die Zeit," (...schaust du durch die Zeit, ...starrst du in die Zeit, ...)
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.