Autor Thema: Wandel  (Gelesen 2500 mal)

Erich Kykal

Wandel
« am: M?RZ 19, 2014, 01:57:53 »
Wandel ist die Lebensbühne,
der wir ewig angeboren
Weise sind wie arme Toren,
Gut und Böse, Schuld und Sühne;

wo die eitlen Träume tanzen
auf den Splittern des Gewissens,
das im Licht des Träumenmüssens
heilen muss zu einem Ganzen;

wo Verführer wie Betörte
sich begegnen auf der Reise,
doch nur zählt, auf welche Weise
man einander angehörte;

wo die Alten ihr Bekennen
dunklen Nächten anbefehlen,
während junge Sonnenseelen
ihrem Tag entgegenbrennen.

Wandel ist die Lebensbühne,
der wir ewig angeboren
Weise sind wie arme Toren,
Gut und Böse, Schuld und Sühne.
« Letzte Änderung: M?RZ 19, 2014, 14:57:26 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

cyparis

Re:Wandel
« Antwort #1 am: M?RZ 19, 2014, 11:12:07 »
Oh, Erich -


wie schön in Verse gefaßt.
Leicht und locker, tief und dunkel -
ein wahrer Bogen der Erkenntnis (Lichtbogen?).

Und wie immer:
So, daß ich mehrmals lesen mußte, um alles ganz zu erfassen.

Erfreuten
(befreiten?)
 Gruß
von
Cyparis
Der Schönheit treu ergeben
(Lady Anne von Camster & Glencairn)
copyright auf alle Texte

Erich Kykal

Re:Wandel
« Antwort #2 am: M?RZ 19, 2014, 14:58:40 »
Hi, Cypi!

Vielen Dank für deine freundlichen Gedanken. Inwiefern "befreit"?

LG, eKy
« Letzte Änderung: Januar 16, 2022, 09:31:55 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

cyparis

Re:Wandel
« Antwort #3 am: M?RZ 19, 2014, 18:03:11 »

wo Verführer wie Betörte
sich begegnen auf der Reise,
doch nur zählt, auf welche Weise
man einander angehörte;


Weil ich mit der Erkenntnis, beides gewesen zu sein, nicht alleine dastehe.
Ich hatte ein schlechtes Gewissen, von dem Du mich befreit hast.
Der Schönheit treu ergeben
(Lady Anne von Camster & Glencairn)
copyright auf alle Texte

Daisy

Re:Wandel
« Antwort #4 am: M?RZ 23, 2014, 19:29:13 »
Hallo Erich,

schön, schön, schön! Und mal in einem anderen Rhythmus, auch nicht übel, absolut nicht!

Als Leser eilt man von einer Strophe zur nächsten, liest das ganze Gedicht mehrere Male bis auch der Sinn erfasst ist
und zum Schluss bleibt ein schönes und angenehmes Gefühl.

Allergernst gelesen!

LG Daisy

Erich Kykal

Re:Wandel
« Antwort #5 am: M?RZ 23, 2014, 19:45:00 »
Hi, Cypi!

Ach so! Freut mich, dass ich helfen konnte! :D ;)

Hi, Daisy!

He - "allergernst gelesen" ist eigentlich einer meiner Standardspruch zum Ende des Kommis! ;D Nun ja, einer davon. Ich habe da ein paar Abstufungen, je nachdem, wie gut mir das Gedicht gefallen hat:

Gern gelesen!
Sehr gern gelesen!
Allergernst gelesen!

Okay, das eben bitte bloß nicht ernst nehmen - ich blödele nur... ;) Danke für dein angenehmes Gefühl! :-*

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.