Autor Thema: Den Mächtigen ins Stammbuch geschrieben  (Gelesen 53 mal)

Erich Kykal

Den Mächtigen ins Stammbuch geschrieben
« am: April 08, 2026, 13:03:17 »
Bedenke, dass die Welt zu formen
nicht deiner Eitelkeit obliegt,
nicht deines Glaubens harten Normen,
dank derer deine Macht obsiegt.

Bedenke, dass ein Maß zu kennen
nicht Schwäche ist, die dich verformt,
und, für ein hehres Ziel zu brennen,
nicht Stärke, die dein Leben normt.

Bedenke, dass Bescheidenheiten
die Wünsche tragen, die du hast -
so lasse ihren Stern dich leiten
und lebe ohne schwere Last.
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

gummibaum

Re: Den Mächtigen ins Stammbuch geschrieben
« Antwort #1 am: April 09, 2026, 14:53:46 »
Lieber Erich,

ein moralischer Appell an die Mächtigen, Stärke und Schwäche zu reflektieren und sich von Bescheidenheit leiten zu lassen.: zeitlos und aktuell wichtig zugleich.

Sehr schön geschrieben.

LG g

Wenn ich die KI beauftrage: "Nenne je fünf Herrscher der Vergangenheit und der Gegenwart, die unter Herabsetzung während der Kindheit zu leiden hatten und mächtig und autoritär wurden!", folgen -mit Erläuterungen dazu- bekannte Namen: Hitler, Stalin, Wilhelm II. (Deutschland), Nikolaus II. (Russland), Qin Shi Huang (China)//Putin, Kim Jong-un, Trump, Ceaușescu, Saddam Hussein. Eine zeit- und raumübergreifende Relation existiert. Man daher sollte jeden, der ein Führungsamt im Staat anstrebt, auf solch eine Vorgeschichte hin überprüfen und gegebenfalls vom weiteren Aufstieg ausschließen.
« Letzte Änderung: April 09, 2026, 16:59:23 von gummibaum »

Erich Kykal

Re: Den Mächtigen ins Stammbuch geschrieben
« Antwort #2 am: April 09, 2026, 17:18:53 »
Hi Gum!

Das wäre vielleicht sogar zielführend, allerdings vorverurteilend und damit ungerecht. Zwar mögen fast alle Machtwanzen eine schwere, unterdrückte Kindheit gehabt haben, aber nicht alle mit einer schweren, unterdrückten Kindheit müssen per se zu Machtwanzen werden. Bei weitem nicht alle Opfer werden zu Tätern, nicht einmal im engeren Familienkreis.

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.