Hi, Charly!
Wundervoll - ein perfektes Sonett, sprachlich wie inhaltlich stringent durchgezogen: Ein Wonne, dies zu lesen!
Nur ein paar winzige Kleinigkeiten:
S1Z3 - KEIN Komma am Zeilenende, der Satz setzt sich direkt in Z4 fort.
S1Z4 - Vor dem Punkt am Zeilenende ist ein unnötiger Abstand.
S4Z2 - Hier würde ein Doppelpunkt am Zeilenende die Pause vor der Conclusio formal wie inhaltlich unterstreichen (Letzte Zeile groß beginnen).
Die Anführungsstriche einer direkten Rede würde ich weglassen, ich halte sie für unnötig. Wie es gemeint ist, weiß man ohnehin, und sie stören das homogene Schriftbild doch sehr, wie ich finde. Außerdem müssten die beiden letzten Zeilen dann logischerweise auch noch zu dieser direkten Rede gehören, was sie sehr lang und unübersichtlich machte. Nein, ich würde sie einfach weglassen.
Allergernst gelesen und genossen! Eins deiner Glanzstücke bisher! Die perfekte Waage von Pathos und nüchterner Beschreibung - das macht große Lyrik aus!
LG, eKy