Ich gehe auf Gedankenreise
in die Vergangenheit hinein.
Die alten Tage flüstern leise:
So Vieles hätte können sein.
Mein Denken dreht sich still im Kreise,
ich steh vergessen und allein.
Ich frag, was hab ich falsch gemacht,
erforsche sorgsam mein Gewissen.
Hab ich zu viel geweint, gelacht?
Jedoch mit den Gewissensbissen
ist die Erkenntnis nun erwacht:
Ich möchte nichts von alldem missen.
Die Mutter hat mir einst gesagt:
So schlimm ist nichts, um nicht in Tagen
für etwas gut zu sein. Wer zagt,
sich gar verliert in Weh und Klagen
und keinen neuen Anfang wagt,
wird Tiefen niemals überragen.
Das Sein ist Schicksals Untertan,
kennt nicht Barmherzigkeit noch Namen,
es folgt dem Los auf seiner Bahn.
Frag nicht wohin, woher wir kamen,
nimm den Moment als Gabe an,
den guten wie den unliebsamen.
Aus dunklen Wolken tropft der Regen
auf Mutters Grab, vor dem ich geh.
Im Innern spür ich ihren Segen,
Alleinsein tut nun nicht mehr weh.
Die Trauerweiden, sie bewegen
sich sacht im Wind und ich versteh.