Autor Thema: Stille  (Gelesen 2620 mal)

Sokrafisch

Stille
« am: August 25, 2013, 11:58:11 »
Ich trat in meine Stille ein,
und suchte nach mir selbst in ihr,
doch hier,
am Abgrund meiner Einsamkeit,
entdeckte ich das Nichts in mir.

Der Lärm, der auf der Leere lag,
ein Brüllen, darauf ausgebreitet,
so wie ein Tuch sie zu verhüllen,
verschwand zu Schweigen, ich begann
das Nichts von innen aufzufüllen.

cyparis

Re:Stille
« Antwort #1 am: August 25, 2013, 14:45:47 »
Lieber Sokrafisch -

wie schön, hier dem Gedicht wiederzubegegnen!


Das gehört fast in die Rubrik Philosophisches.
So an die Kontemplation heranzuschreiten: Schön ausgedrückt.
Ob mir die erste oder die zweite Strophe mehr Eindruck macht? (Rhetorische Frage)


Ja!

Herzlichen Gruß
von
Cyparis
Der Schönheit treu ergeben
(Lady Anne von Camster & Glencairn)
copyright auf alle Texte

Erich Kykal

Re:Stille
« Antwort #2 am: August 25, 2013, 16:54:27 »
Hi, SF!

Sehr gut! Dein Stil gefällt mir sehr - er wirkt unkompliziert, fast einfach, ist aber hochverdichtet in Bildern und Aussagen. Eine hohe Kunst!

Meines Wissens einzig dies:

S2Z3 - Komma nach "Tuch".

Sehr gern gelesen!

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

Daisy

Re:Stille
« Antwort #3 am: August 25, 2013, 18:40:42 »
Hallo Sokrafisch,

dieses bemerkenswerte Gedicht verdient großen Beifall!

Klasse!

LG Daisy