Hi, Daisy!
Da denke ich noch an die Hinterhöfe meiner Kindheit: Diese rußigen, staubigen, zuasphaltierten oder wellig gepflasterten Lichthöfe, oder die etwas größeren mit Grasfleck und Wäscheleinen, oft mit dazugebauten Holzverschlägen oder kleinen Schuppen, die sich an die tristen Wände schmiegten, für allerlei Gerät oder Hobbies. Eigentlich ein bloßer Nutzraum ohne Idee der Wohnlichkeit dahinter, aber eben doch mit eigenem Charme, eigener Seele. Diese kleinen Räume boten ein verblüffendes Spiegelbild des städtischen Lebens, waren Teil der Stadt und doch irgendwie davon getrennt, eigenständige Enklaven, Fluchtpunkte vor Getriebe und Hektik auf den Straßen an der Außenseite der Gebäude. In meinen Ohren klingen noch das Vogelgezwitscher, das Taubengurren, das Rauschen in den vereinzelten zwergwüchsigen Bäumchen, das Kindergeschrei oder Weinen, das Klappern der Töpfe hinter offenen Küchenfenstern, der Duft nach Mittag in vielerlei Essensgerüchen, usw....
Heutzutage sehen die Hinterhöfe anders aus: Geradliniger, betonierter, aufgeräumter irgendwie. Flair und Charme der alten "Abseiten" ging vielerorts verloren.
Vielen Dank für deinen Kommi!
LG, eKy