Hi Agneta!
Ich weiß, du bist nicht mehr hier zugegen, aber ich habe nach langer Zeit wieder mal diese deine Sonette gelesen, die ich zu deinen Besten zähle. Warum du sie ausgerechnet unter 'Liebe und Romantik' eingestellt hast, wo sie doch eindeutig eher in Nachdenkliches und Sozialkritisches passen, begreife ich bis heute nicht. Weil es rein nominell um eine Beziehung geht? Hier in dieser Sparte erwartet und liest man eher Liebesgedichte, mit Schmalz oder ohne, aber eben gefühlslastig.
Deine obigen Werke hinterfragen eher einen Glauben (Obwohl es in S3Z3 des ersten Sonetts 'Glaube' heißen müsste!

) und setzen sich mit diesbezüglichen Zweifeln auseinander, wenn Beziehungen darunter leiden müssen. Wie gesagt, bestenfalls nominal derselbe Rahmen, inhaltlich gehört es aber anderswo hin.
Warum gibt es eine Diskrepanz in den Titeln? Im Text selbst heißt es 'Zweifel eines Gläubigen', im Titelfeld darüber aber 'Fragen eines Gläubigen'. Beides stimmt, aber warum die Abweichung?
Sehr gerne erneut gelesen - ganz auf meiner Linie, was Religionen anbelangt, möchte ich konstatieren. so gern ich jedem sein kleines Betuniversum gönnen mochte - mein grollend naturwissenschaftlich orientierter Verstand empfindet es als persönliche Kränkung für sich und die ganze Menschheit, wenn man Götter anbetet, und mein selbstbewusster Stolz als unabhängiger Mensch leidet unter der freiwilligen Entmündigung solcher Glaubensanhänger, die sich erfrechen, die eigenen Kinder darin zu indoktrinieren, so als hätten sie jedes Recht dazu, ihren Wahn an unschuldige, leicht zu manipulierende Wesen weiterzureichen, die sich nicht dagegen wehren können.
In diesem Sinne bin ich ganz wie jene Gottestrottel, gleich welcher Religion, die es ebenso als rächenswerte persönliche Kränkung ihres Gottes ansehen, wenn jemand, wie höflich oder nüchtern auch immer, am Gebäude ihrer Tempelseligkeit zu rütteln wagt - schon gar nicht jemand, der draußen steht und ihnen mit den eigentlich besseren Argumenten einen Vogel zeigt. So sind wir Menschen eben ...
LG, eKy