Autor Thema: Zweibrücken  (Gelesen 565 mal)

hans beislschmidt

Zweibrücken
« am: Februar 27, 2020, 18:41:37 »
Es war mal ne Frau aus Zweibrücken,
die konnt uns mit Versen entzücken.
Obwohl nur sehr klein,
trat sie mutig ans Bein
und mit Alive fährt sie jetzt Schlitten.
"Wir sind mehr" Hilfe für den aussterbenden Konjunktiv.
.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Martin Römer

  • Gast
Re: Zweibrücken
« Antwort #1 am: Februar 27, 2020, 19:04:05 »
"Ita est!", um es in ihrer Sprache zu sagen....
Du bist in den Genuß gekommen, sie kennenzulernen? Oder stiller Verehrer gleich mir?

Bei Alive stiegen damals - ich hoffe, der Himmel straft mich jetzt nicht hierfür - anmutige Klagen auf.
"Ich winke dir mit Silberhufen!" - berührend, diese schwer zu definierende Sprache eines unschuldigen Herzens....

Ist diese Gedichtsform nicht eher im Komödiantischen angesiedelt?
Hübsch, eine gewisse Verquirlung zu sehen.


Gruß in den Abend
M

Erich Kykal

Re: Zweibrücken
« Antwort #2 am: Februar 27, 2020, 20:09:51 »
Auch ich kannte sie persönlich. Nach Jahren ihres Anhimmelns meiner Werke und Person (letzteres in jedem Falle gänzlich unverdient, wie ich als Kenner der Materie bekennen muss ...) besuchte ich sie anlässlich eines ihrer Dichtertreffen in Zweibrücken, und in den darauf folgenden Jahren war sie Ehrengast auf meinen eigenen Treffen, bis ihre kaputten Venen und die folgende leidige Amputation sie immobil machten.
Bis zuletzt hoffte unsere Runde, sie möge ausreichend genesen, um wieder zugegen sein zu können, indes ... -

Alive lernte ich ebenfalls kurz persönlich kennen, damals in Zweibrücken, aber wir kamen uns nie menschlich näher.

Ehre ihrem Angedenken!

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

hans beislschmidt

Re: Zweibrücken
« Antwort #3 am: Februar 28, 2020, 15:14:05 »
Das erste mal, als wir uns trafen, war vor etwa 15 Jahren, als sie bei einer meiner Kneipenlesungen plötzlich vor mir stand und ich sehr überrascht war, weil ich dachte Cypi wäre ein Mann. Ja, auf dem Zweibrücker Treffen war ich auch damals und einmal hab ich sie mit nach Köln genommen zu einem Treffen mit Alive und einigen andern. Auf der Fahrt hat sie mir ihre ganze Lebensgeschichte erzählt. Da hätte man ein Buch drüber schreiben können. Wir kommen aus der gleichen Stadt und ich kenne auch ihre Schwester, die eine tolle Fotographin ist. Jetzt, wo Eky (und ich auch) nicht mehr auf E. schreiben, ist es langweilig geworden und da hab ich mich an Cypi und die alten Zeiten erinnert, von denen nicht viel übrig geblieben ist und einige auch verstorben sind. RIP. Deshalb der kleine Lim. Gruß vom Hans
"Wir sind mehr" Hilfe für den aussterbenden Konjunktiv.
.
"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Sufnus

Re: Zweibrücken
« Antwort #4 am: M?RZ 04, 2020, 15:52:15 »
Hi Hans,
dachte mir beim Lesen schon, dass sich Deine schmissigen Zeilen auf Cypi beziehen, aber mir fehlten hier offensichtlicherweise ein paar Hintergundinformationen für das Verständnis.
Für die Lektüre eines gut gebauten Limerick bin ich jedoch jederzeit gern zu haben... :)
LG,
S.

Seeräuber-Jenny

Re: Zweibrücken
« Antwort #5 am: Juni 19, 2020, 18:03:34 »
Alive wird sie grade beglücken
zur Harfe mit rockigen Stücken,
und der olle gun*
- was für ein Gespann! -
wird sie mit Vierzeilern erquicken.

*Guenter Mehlhorn

Das waren noch Zeiten! Hoffe, sie haben Spaß da unten.

Lieben Gruß
Seeräuber-Jenny
« Letzte Änderung: Juni 19, 2020, 22:55:19 von Seeräuber-Jenny »
Ideale sind wie Sterne. Wir erreichen sie niemals, aber wie die
Seefahrer auf dem Meer richten wir unseren Kurs nach ihnen.
Carl Schurz

hans beislschmidt

Re: Zweibrücken
« Antwort #6 am: Juni 20, 2020, 09:12:53 »
Hach ja, der Gun, ein Stück Lyrikberlin...
Wieso eigentlich unten? So schlimm?
"Wir sind mehr" Hilfe für den aussterbenden Konjunktiv.
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"Lyrik braucht Straßendreck unter den Fingernägeln" (Thomas Kling)

Erich Kykal

Re: Zweibrücken
« Antwort #7 am: Juni 20, 2020, 14:56:22 »
Ich glaube, Jen meinte eber das Grab unten in der Erde als die Hölle, Hans.
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

Seeräuber-Jenny

Re: Zweibrücken
« Antwort #8 am: Juni 21, 2020, 03:48:07 »
Hach, unser gun!  ;D

https://www.youtube.com/watch?v=Na88sQbTqTQ
https://www.youtube.com/watch?v=Mm1yKRjsTO0

Habt fun mit gun!

Genau, weil hier nicht alle an den Himmel glauben, habe ich das Grab unter der Erde genommen. Damit kann jeder leben.

Liebe Grüße
Seeräuber-Jenny
« Letzte Änderung: Juni 21, 2020, 03:50:51 von Seeräuber-Jenny »
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Seefahrer auf dem Meer richten wir unseren Kurs nach ihnen.
Carl Schurz

hans beislschmidt

Re: Zweibrücken
« Antwort #9 am: Juni 22, 2020, 08:39:47 »
Wie ich schon sagte, wir werden uns alle wiedersehen, im ObenUnten oder sonst wo. Glaubenssache, Gruß vom Hans
"Wir sind mehr" Hilfe für den aussterbenden Konjunktiv.
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Seeräuber-Jenny

Re: Zweibrücken
« Antwort #10 am: Juni 22, 2020, 22:53:05 »
Das glaube ich auch und freue mich aufs Wiedersehen. Wenn, dann oben und nicht unten.

Lieben Gruß
Seeräuber-Jenny
Ideale sind wie Sterne. Wir erreichen sie niemals, aber wie die
Seefahrer auf dem Meer richten wir unseren Kurs nach ihnen.
Carl Schurz

Erich Kykal

Re: Zweibrücken
« Antwort #11 am: Juni 30, 2020, 16:39:37 »
Ich denke, am wahrscheinlichsten ist, dass wir mit dem Tod der Hirnzellen, wenn alle elektrochemischen Prozesse des Denkens zum Erliegen kommen, schlicht und einfach enden. Die Möglichkeit eines frei existierenden, nicht physisch gebundenen Bewusstseins in einem schwammig definierten Jenseits ist extremst marginal, und der bedingungslose Glaube daran bis in geradezu lächerlicher Deutlichkeit von der Bedürftigkeit nach Weiterexistenz erdacht und getragen. Zumindest für Menschen, die den nüchternen Mut zu klaren Gedanken und logischer Deduktion aus der Gewichtung aller Wahrscheinlichkeiten haben, deren objektive Auswertung der moderne Wissensstand anbietet ...  ;) 8) >:D

Ätschibätsch!  ;D

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
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hans beislschmidt

Re: Zweibrücken
« Antwort #12 am: Juli 02, 2020, 15:08:38 »
Na, na, na, wir haben doch alle vom Rundschreiben an alle Atheisten gehört oder nicht? Der göttliche Beweis per Einschreiben mit Rückantwort. Bitte mal in de Briefkasten schauen!
Was Ich immer schon gewußt habe, nämlich das Eniergieerhaltungsgesetz. Jemand der so einen außerordentlichen Spirit verbreiten kann, (wie du) geht zumindest marginal in ein anderes Medium über. Sagt zumindest .........
https://de.wikipedia.org/wiki/Emmy_Noether
Und die sollte es doch wissen. Was aus dir wird, Erich, bleibt abzuwarten. Ich für meinen Teil hab mich schon mal vorsorglich als Wildschwein angemeldet.
Bätschi und Gruß vom Hans
« Letzte Änderung: Juli 02, 2020, 15:10:44 von hans beislschmidt »
"Wir sind mehr" Hilfe für den aussterbenden Konjunktiv.
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a.c.larin

Re: Zweibrücken
« Antwort #13 am: September 16, 2020, 06:41:05 »
Na gut,
dann machen wirs halt so:
Erich zerfällt zur Hirnzelle und wir andern treffen uns, energieerhaltend, im "Drüben" zu einem fröhlichen Umtrunk samt Dichterlesungen.
Jeder, wie er möchte  ;)

Der Liedermacher Konstantin Wecker sagte mal: Von allen Vorstellungen über das Jenseits suche ich mir die aus, die mir am besten gefällt- und an die glaube ich!"

Ein Pragmatismus, den ich nur  unterschreiben kann!  ;D
Wie wissen sowieso nicht, was wahr ist.

Lg, larin

Seeräuber-Jenny

Re: Zweibrücken
« Antwort #14 am: September 19, 2020, 00:51:06 »
Genau, liebe larin. So können wir alle den schönen Traum vom Wiedersehen träumen. Meinetwegen mit einem Augenzwinkern, aber wer weiß? Dann trinken wir unsren violetten Wein, und die Bipontina mit ihrem blauen Hütchen, der olle gun mit seiner frechen Schnauze und der Volker mit seiner rockigen Klampfe saufen uns unter den Tisch. Und ewig grunzt das Wildschwein dazu. Prost!

Liebe Grüße
Jenny
« Letzte Änderung: September 19, 2020, 02:10:38 von Seeräuber-Jenny »
Ideale sind wie Sterne. Wir erreichen sie niemals, aber wie die
Seefahrer auf dem Meer richten wir unseren Kurs nach ihnen.
Carl Schurz