Hi ihr Lieben,
bitte verzeiht, dass ich so lang eine Antwort schuldig blieb. Ein bisschen rätselhaft ist es schon. Nun die Auflösung.
Wie Cyparis schon schrieb, ist „Ein andalusischer Hund“ („Un chien andalou“) ein surrealistischer Film von Luis Buñuel und Salvador Dalí von 1929. Die Szene, in der der Frau mit dem Rasiermesser der Augapfel durchschnitten wird, ist ganz schrecklich, und wer sie mal gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen. Und ich war empört, als ich lesen musste, dass Buñuel mit dem Filmtitel Federico García Lorca beleidigen wollte. Den andalusischen Hund, der am Zigeunerlager sitzt, den Mond anheult und Dalís Hinterteil beschnüffelt. Buñuel entzog Dalí damals Lorcas Einfluss, indem er ihn mit nach Paris nahm, wo auch der Film uraufgeführt wurde. Die Freundschaft der Drei, die ein unseliges Ende fand, hat mich damals sehr beschäftigt.
So sehr, dass mir die Filmszene einfiel, als ich beim Kartoffelschälen den Kartoffeln die Augen ausstach. Das wiederum erinnerte mich an das Lied von Joint Venture von der armen Artischocke in den Fängen des Vegetariers.
Aber von irgend was muss der Mensch ja leben. Also töten wir.
Nur ist der Mensch bekanntlich das größte Raubtier, und das stiehlt, betrügt und tötet im Übermaß. Das wird nicht zuletzt unserer Spezies schlecht bekommen.
Liebe Grüße
Seeräuber-Jenny