Autor Thema: Im Sprachfluss  (Gelesen 359 mal)

a.c.larin

Im Sprachfluss
« am: November 26, 2023, 08:25:18 »
Ich weiß nicht, wo die Wörter sind -
wenn ich Gedichte schreibe,
dann ists, als ob ein Bächlein rinnt,
in dem ich selig treibe!

Ein Strom, der durch die Seele drängt,
den eignen Maßstab setzend,
fast zwingend sich durch Engen zwängt,
das Leben neu benetzend.

Ich weiß nicht, wo das alles war,
woraus ist es entsprungen -
dem unbewussten Lebensgrund
quecksilbrig abgerungen?

Und wenn es einmal fließen will,
dann scheint es auch zu wissen,
warum es fließt, geheimes Ziel,
es sucht danach, beflissen!

Dann bin ich ein Getriebener
und fühl mich dennoch frei -
im Einklang mit mir selbst und dem,
was werden will: Es sei!

Erich Kykal

Re: Im Sprachfluss
« Antwort #1 am: November 26, 2023, 13:39:32 »
Hi Larin!

Eine schöne Hommage an die inneren Mechanismen unserer Sprachkunst, der kreative Sog, der uns betreibt und drängt, etwas werden zu lassen.

Sehr gern gelesen!  :)

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

a.c.larin

Re: Im Sprachfluss
« Antwort #2 am: November 28, 2023, 07:27:01 »
Lieber Erich,
vielen Dank für die Blumen!

Lg, larin