Autor Thema: Ach  (Gelesen 80 mal)

gummibaum

Ach
« am: August 21, 2026, 09:50:29 »
Ich sitze gern bei dir im Zimmer,
wie schon so manches Mal dies Jahr,
nur heute liegt um dich ein Schimmer,
der sonst nicht so zu sehen war.

Ich fühle eine große Nähe,
und wie du so versonnen lachst,
berührt mich stark, als ob ich sähe,
dass du ein Wir damit bewachst.

Dein Handy klingelt vor dem Zimmer,
und als du wiederkommst, erhitzt,
ist nichts mehr wahr von diesem Schimmer,
als ob ein andrer dich besitzt.

Und du erzählst mir, was geschehen,
dass er gesagt, er liebe dich. -
Mir ist, als sollte ich vergehen,
doch sag ich dir, ich freue mich …

Erich Kykal

Re: Ach
« Antwort #1 am: August 21, 2026, 22:44:46 »
Hi Gum!

Ach, wie kann ich es dem stillen LyrIch nachfühlen! Wir Sensiblen kommen immer zu spät, wo die Derben sich einfach reinstürzen oder drüberholpern, als föchte sie nie ein Gedanke an, ihr Ansinnen könnte vielleicht auch schiefgehen!
Wir Sensiblen sind zu ängstlich, zu bedachtsam, zu vor uns hin schmachtend, still auf den 'perfekten Moment' wartend, der natürlich nie kommt - und haben immer das Nachsehen ...

Mit leisen Schluchzern gelesen!  :'(

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

gummibaum

Re: Ach
« Antwort #2 am: August 24, 2026, 10:14:11 »
Danke, lieber Erich,

für leise Schluchzer und Empathie. Das hat mich gleich wieder aufgerichtet.

LG g