Müd
Wie bin ich müd!
Ein Streit hat mich viel Kraft gekostet.
Wie bin ich müd ...
Die Knochen greisenhaft verrostet..
Wie Deines Gatten kranker Leib,
der will und kann am Rain des Dostes;
und dort die blinde Elfenmaid,
eifernd, geifernd, voller Neid ...
ich sah sie einst im hellen Kleid.
Wie dunkelt Stoff!
Das wird zum Leid...
Weil dort die Stunden-Träne troff
lang vor der Zeit? Es wird sich weisen,
wie Deine Tage, Stunden gleißen,
fährst Du nicht in die Blendung.
Du weißt es:
Jedem zeigt sich seine Sendung.
Ist sie Besinnung?
Wird sie Wendung?
Wer glaubt an ewiges Geschick?
Es führt kein Jugendweg zurück
in Deine frischgerührten Farben.
Wir, die wir Kinder sind, wir müssen darben.
Gibt es ein mutterloses Glück?
16.08.2011
(c)