Autor Thema: Übergangszeit  (Gelesen 406 mal)

Erich Kykal

Übergangszeit
« am: September 29, 2025, 09:42:47 »
Die Nächte sind empfindlich kühl geworden,
wo später Sommer noch die Tage rundet.
Ein Winterahnen weht bereits von Norden,
auch wenn die Ernte uns noch trefflich mundet.

Was soll's! Ich trag den Sommer noch im Geiste
und lass mich wärmen dort von seinen Bildern.
Ich fasse Welt, die mein Verstand bereiste,
in milde Rahmen, die mein Fühlen schildern.

Der Herbst ist nur der Weg in eine Kälte
von eigner Schönheit, die ich nicht ersehne.
Selbst wenn der Frost das Universum gälte -
der Sommer trägt für mich das wahre Schöne.
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

gummibaum

Re: Übergangszeit
« Antwort #1 am: Oktober 02, 2025, 21:15:43 »
Lieber Erich,
mit treffenden Worten beschreibst und gestaltest du die Zeit des Wandels.

Einer Zeit, die die Lebenskräfte schmälert, so dass wir Schutz suchen. Schutz bei der Erinnerung, die wärmt, weil sie den Sommer oder frühere schöne Erlebnisse lebendig hält. Eine Ästhetik des Frostes geben wir gern zu, doch ohne Teil davon sein zu wollen.

Sehr gern gelesen.
LG g





 .   

Erich Kykal

Re: Übergangszeit
« Antwort #2 am: Oktober 03, 2025, 19:54:47 »
Hi Gum!

Wie jedes Jahr das obligatorische Herbstgedicht - eine Art Running Gag mittlerweile, möchte man meinen.

vielen Dank für die positiven Einlassungen!  :)

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.