Sehr poetisch, lieber Erich.
Schön, wie sich der Blick der Natur beim Fortgang des Winters klärt und weitet, wie ihre eingefroren Sinnesorgane erwachen und erste Eindrücke gewinnen und wie der Mensch diesen Prozess mitmacht. Das Gedicht erinnert an den Frühlingsspaziergang im Faust I. Toll das palindrome Reimschema, der lebendige Sprachfluss im ersten, der Natur gewidmeten Satz, der in zweite Strophe hinüberflutet. Auch die bildtragen Verben (schmecken, vergraben strecken), die darin an Adjektive heranreichen, sind klasse.
Mit Genuss gelesen.
Chapeau von gummibaum
p.s.: Ich war auch vom satten Grün und erdigen Geruch der Moose zwischen letzten Schneeresten im Wald gestern sehr angetan.