Hi Phönix,
ja, hast du, aber hier noch nicht.
Auf der Wiese kann ein Pflänzchen wie ich wachsen und gedeihen. Hier bin ich glücklich und unbeschwert.
Ja, ich versuche die Augen offen zu halten und auf Missstände hinzuweisen, damit nicht in alle Ewigkeit dieselben Fehler begangen werden. Am besten nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einem, mit dem ich auch auf mich selbst zeige.
Ich danke dir, Super-Phönerl!

Lieben Gruß
Jenny
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Danke, liebe Cyparis.
Jaja, die Dekadenten zeigen gern mit dem nackten Finger auf angezogene Leute. Vor allem auf die, die sich zur Wehr setzen.
Stimmt, Gottfried Benns Gedichte sind ebenso schonungslos wie die Bilder von George Grosz, John Heartfield und Otto Dix.
All die großen Expressionisten! In die Emigration, den Wahnsinn oder den Tod getrieben. Ihre Kunst verboten, verbrannt, zerstört. Oftmals ausgelöscht für immer. Die Kunst in Deutschland hat durch diese gewaltsame Zäsur einen schweren Rückschlag erlitten, von dem sie sich bis heute nicht erholt hat.
Lieben Gruß
Jenny
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Hi Erich,
ja, das war die Zeit der Weimarer Republik!
Die Zeit, als in Berlin Kunst und Kultur eine Blütezeit erlebten. Die vielen Varietés und Cabarets, die großen deutschen Filme, die revolutionären Theater, Jazzkeller und Tanzsäle!
Doch herrschte auch viel Elend. Die Nachkriegsjahre, die Weltwirtschaftskrise, Hunger, Inflation, Massenarbeitslosigkeit.
Und die Reaktionäre lauerten nur darauf, der jungen Republik den Todesstoß zu versetzen. Das Unheil lag schon in der Luft.
All das haben die Künstler als Zeitzeugen festgehalten. Konnten George Grosz, Bertolt Brecht und all die Anderen früher die Menschen aufrütteln, so gelingt ihnen das auch heute noch. Denn "die Verhältnisse, sie sind nicht so." (B.B.)
Kleinschreibung und Verzicht auf die Interpunktion sind als kleine, wenn auch unzulängliche Huldigung an die Dadaisten gedacht.
http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/kunst/Danke, lieber Erich.
Lieben Gruß
Jenny