Autor Thema: Lebewohl, Cyparis - ein Nachruf auf Annelies  (Gelesen 406 mal)

Seeräuber-Jenny

Re: Lebewohl, Cyparis - ein Nachruf auf Annelies
« Antwort #15 am: Oktober 30, 2018, 23:38:39 »
Liebe Eva,

auf die genaue Todesursache kommt es auch gar nicht an. Anne ist nicht mehr da.

Wir sind in Gedanken bei dir, armer Zwilling, und wünschen dir viel Kraft und Mut, um dich mit dem Unabänderlichen abzufinden und noch mal alle Anstrengung aufzubringen beim Regeln der letzten Dinge.

Es wäre schön, wenn du ab und zu mal auf Annes Wiese vorbeischauen würdest.

Und melde dich einfach, wenn dir danach zumute ist.

Zur Beisetzung am 8.11. kann ich leider nicht kommen, weil wir am 10.11. unsere Premiere haben. Aber Annes Grab werde ich bald mal besuchen.

Alles Liebe
Petra
« Letzte Änderung: Oktober 31, 2018, 00:29:32 von Seeräuber-Jenny »
El sueño va sobre el tiempo
Flotando como un velero
Nadie puede abrir semillas
En el corazón del sueño

Camarón de la Isla

Sufnus

Re: Lebewohl, Cyparis - ein Nachruf auf Annelies
« Antwort #16 am: Oktober 31, 2018, 16:30:24 »
Liebe Eva,
mein herzliches Beileid!
Als Neuling hier habe ich Cyparis nur ganz kurz kennengelernt, aber ihre jugendliche Begeisterung für Lyrik hat mich tief beeindruckt!
Trotz ihres offenen Umgangs mit ihrer sehr angeschlagenen Gesundheit kam die Nachricht ihres Fortgangs für mich als Schock - noch möchte und kann ich hier nicht weiterdichten wie bisher; aber ich hoffe sehr, dass dieses Forum als ein lebendiges Angedenken an Cyparis weiterbesteht.
Alles Gute!
Sufnus

Erich Kykal

Re: Lebewohl, Cyparis - ein Nachruf auf Annelies
« Antwort #17 am: November 01, 2018, 12:31:31 »
Hallo, liebe Eva!

Es tut mir so leid! Wie unsäglich passend dein Zitat des Gedichtes von Börries von Münchhausen - ich musste eine Träne verdrücken!

Möge unsere Anteilnahme dir die Kraft geben, mit diesem Verlust gut umgehen zu lernen! Was soll man sonst ja auch sagen ...

Anne wird fehlen. Die Erinnerung tröstet.

LG, eKy

PS: Ich hoffe, mir wird vergeben, wenn ich an der Beisetzung nicht persönlich teilnehme. Es ist sehr weit, und ich reise nicht mehr - aber in Gedanken und Gefühlen werde ich dabei sein.
« Letzte Änderung: November 01, 2018, 12:33:41 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

Eisenvorhang

Re: Lebewohl, Cyparis - ein Nachruf auf Annelies
« Antwort #18 am: November 01, 2018, 21:53:44 »
Auf einmal bin ich hier in diesem Leben
und sehe alles, das erblüht und geht.
Die Tage sind von Sternen stets umgeben!
Ich fühle, wie das Lied im Winde steht.
Und nächtens glüht so mancher große Stein
vom Sonnenlicht am Berge angerührt,
um in dem Dunkel nicht allein zu sein.

Ich habe mich unendlich groß begriffen
in dieser Weite, die du uns aufspannst,
mit deinen Worten hast du uns geschliffen!
Du hast die Hoffnung tief in uns gepflanzt.
Nun ruhe zwischen Inseln oder Riffen,
in unsren Herzen wirst du ewig sein!
Damit Du nun in Frieden schlafen kannst.

Martin Römer

Re: Lebewohl, Cyparis - ein Nachruf auf Annelies
« Antwort #19 am: November 02, 2018, 17:22:12 »
Geruhsam birst in mir der Jammer,
noch einmal glüht der ganze Hag.
Die Hexe brauchte keinen Hammer,
wenn ich an ihrem Busen lag.

Ich schlich mich wahrlich oft hinein,
sie schritt mit Leichtigkeit daher,
dann kratzte ich den Demantstein
und wurde von dem Zauber schwer.

Ich werfe Zähren in den Pott –
ich schaue jetzt auf Feld und Flur:
hier siehst du Stalin, Streit und Schrott,
dort dumpfes Taggeschehen nur.

Ich bleibe Kind, das einsam wandelt.
Sie hat die Kronen stets gepflückt,
Vollkommenheit noch gar verhandelt
und jeden Schlund mit Gold bestückt.

Ich kann nun nimmer Stolz beweisen:
auch hierbei hat sie nun gewonnen.
Wir sprachen gern von großen Reisen
und gern von nimmermüden Bronnen…

Agneta

Re: Lebewohl, Cyparis - ein Nachruf auf Annelies
« Antwort #20 am: November 03, 2018, 13:41:55 »
nachdem ich Jennys Gedicht las, hat sich die Vermutung nun bestätigt. Ich bin traurig.
Und doch war sie ja, wie ich sie in Kommentaren und Werken kennenlernen durfte, eine starke und selbstbestimmte Persönlichkeit, wie man sie heutzutage selten findet. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nhemen bei denen, denen sie nicht zugetan war, voller Herzenswärme bei den anderen.
Es mag darum sein, dass sie diesen Weg selbst gewählt hat, denn ihr Leiden muss unbeschreiblich gewesen sein.
Nun hat sie Frieden, Ruhe. Darf endich ruhen.
Lasst es uns so sehen in aller Trauer mit dem Respekt, dem auch solch ein Entschluss gebühren würde.
Leb wohl, du Cyparis, die meine Werke voller Empathie las und mich stets bestätigte.

Es ist schön, liebe Jenny, dass du das Forum weiter führen möchtest und gerne will ich dazu beitragen, das das, was Cyparis so sehr m Herzen lag, weiter besteht und gedeiht.

"Niemals geht man so ganz,
irgendwas von dir bleibt hier,
es hat seinen Platz
immer bei mir..."
( Trude Herr)

LG und meine aufrichtige Anteilnahme von Agneta



Zugvogel

Re: Lebewohl, Cyparis - ein Nachruf auf Annelies
« Antwort #21 am: November 20, 2018, 23:52:51 »
Ihr Lieben, in der Seele und in der Trauer so nah!


Nein, ich kann bis jetzt den tiefen, schmerzlichen Verlust noch nicht begreifen, nicht verwinden, es tut so weh!

Sie hat Großes geleistet, ihre Gedichte sind ihr Vermächtnis für Euch und für mich. Die Photografien mit ihr, Familie, mit mir erinnern mich täglich an unser Leben von der ersten Sekunde an. Es ist tief in mir, der Herzbändel wird nie entzwei gehen, sie ist in mir. Ich fühle mich so verlassen.

Wir werden uns wiedersehen in einer anderen Welt, in unserem Traumwald, den wir im irdischen Leben geträumt und doch nie in dieser Welt gefunden hatten. Unsere Seelenflügel umhüllen uns, wie schon so oft im Leben und werden uns bis in Ewigkeit verbinden und beschützen.



Liebe Petra, ich würde mich freuen, Dich hier bei mir zu sehen, um gemeinsam an Annlies' Grab trauern zu können.



Zugvogel Eva