Autor Thema: Die Hinterherigkeit des Klügerseins  (Gelesen 4266 mal)

Curd Belesos

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #15 am: August 07, 2016, 00:36:37 »
Ich erinnere mich bei Afri-Cola nicht an so einen Wuschelkopf

moin moin Erich,

was liegt näher bei Afri-Cola, als ein Afro-Look  O0

Grinsenden Gruß

CB
Nur wenn du frei bist " IF " ....dann bist du ein Mensch

cyparis

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #16 am: August 07, 2016, 14:34:53 »
Charles Wilp hatte einen wuscheligen Lockenkopf.
Der Schönheit treu ergeben
(Lady Anne von Camster & Glencairn)
copyright auf alle Texte

Erich Kykal

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #17 am: September 07, 2021, 18:02:14 »
... Ich habe bis heute, fünf Jahre später, keine Ahnung, wer Charles Wilp ist oder war, und es interessiert mich auch immer noch nicht. Off topic ...  ;)

Ich postuliere: Hinterher ist man immer klüger, substantiviert oder nicht, auch ohne Wissen zur Person von Herrn Wilp.  ;D

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

Agneta

  • Gast
Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #18 am: September 08, 2021, 08:30:45 »
mag sein, dass man das gelegentlich sagt, Erich. Letztlich aber folgen auf Entscheidungen immer Konsequenzen und man kann nicht alles absehen, was geschieht. Man muss sich dann nur hinterher mit den Konsequenzen arrangieren. LG von Agneta

Erich Kykal

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #19 am: September 08, 2021, 10:31:53 »
Hi Agneta!

Richtig, aber oft genug ist es doch so, dass man hinterher denkt, dass man besagten Ablauf und dessen Konsequenz mit etwas Übersicht oder Hirnschmalz eigentlich mit Anlauf hätte kommen sehen müssen! Dass man die unangenehme Konsequenz mit etwas rechtzeitigem Bemühen leicht hätte verhindern können.
Dieses Gefühl des Hand-an-die-Stirn-klatschen-Wollens und seine Ursachen wollte ich lyrisch umreißen und einfangen.

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

a.c.larin

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #20 am: September 20, 2021, 12:14:27 »
Tjaaaa - das hätte man wissen müssen!

Wie aber soll man wissen, bevor man weiß?
Da bräuchte  man schon Erfahrung VOR der Erfahrung. Die hat man aber nicht.
Und man kann auf alles Mögliche achtgeben - und trotzdem in die Hundekacke treten!
Kleinigkeiten erzeugen oft großen Effekt.
Sowie das klitzekleine Virus, das uns schon geraume Zeit nervt...

Bestimmt werden wir in der 3. Pandemie , die wir erleben, klüger sei  als in der ersten.
Das Problem daran: Pandemien finden nur ca. alle 100 Jahre statt - da haperts dann mit unserer Lebenszeit, um das erworbene Wissen auch anzuwenden....
Abgesehen davon: Wolln wir das überhaupt 3x erleben????

Wir müssen wohl oder übel einsehen: Es gibt keine perfekten Lösungen, es gibt keine so starren Regeln mit "ewiger" Gültigkeit.
Wenn wir überleben wollen, werden wir uns wohl oder übel anpassen müssen, so oder so.

Da man nicht sicher weiß, was kommt, kann man auch nix vorher wissen. Man kann es nur vage abschätzen - Daumen mal Pi.
Es bleibt also nichts anderes übrig; als flexibel und offen und lernfähig zu bleiben.
Aber auch entschlossen zu handeln, wissend; dass der Fehler beim Handeln nie ganz auszuschließen ist. Das nennt man Learning by doing.

Um dann vllt mal nicht nur "hinterherig" sondern auch "geistesgegenwärtig" zu sein, im Kontakt mit dem , was grad so abläuft.

Hin und wieder klappts ja sogar  😅

Lg, larin
« Letzte Änderung: September 20, 2021, 12:16:54 von a.c.larin »

Erich Kykal

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #21 am: September 20, 2021, 18:30:41 »
Hi liebe larin!

Das ist ein älteres Werk, war gar nicht auf die Corona-Krise gemünzt.

Dass man auch trotz bereits gehabter Erfahrungswerte durchaus (erneut) überrascht werden kann, zB wenn man abgelenkt war oder einfach ein wenig im Tran, ist bekannt und das meinte ich. Die rein philosophische Argumentation über Erfahrung vor der Erfahrung kommt da zu trocken und zu wenig alltagstauglich rüber.
Oft genug hat man ja auch schon Erfahrung mit ähnlich gelagerten Mechanismen gehabt und hätte den zu erwartenden Ablauf durchaus extrapolieren können - und tat es irgendwie dann doch nicht, und ärgert sich ihnterher: Das hätt ich kommen sehen können!

Vielen Dank für deine Einlassungen!  :)

LG, eKy
« Letzte Änderung: Oktober 25, 2021, 11:16:35 von Erich Kykal »
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

gummibaum

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #22 am: Dezember 19, 2021, 21:14:42 »
Die Tücken des Lebens hintergehen das Wissen sehr geschickt. Meint "Stirnenfüße übersteilen" die Stirn in Falten legen?

Schmunzelnd gelesen, lieber Erich.

LG g

 

Erich Kykal

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #23 am: Dezember 19, 2021, 21:34:37 »
Hi Gum!

Der sog. Stirnenfuß ist die mittige, senkrechte (Doppel-)Falte genau über der Nasenwurzel, während alle anderen Stirnfalten ja waagrecht verlaufen. Übersteilt meint, extrem erhöht/vertieft, also mit besonders heftig gerunzelter Stirn.

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

gummibaum

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #24 am: Januar 13, 2022, 16:00:03 »
Danke für deine Erklärungen, lieber Erich.

Gruß von gummibaum

Erich Kykal

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #25 am: August 26, 2023, 10:29:45 »
Apropos selten genutztes Sprachgut:

Der Terminus 'Stirnenfuß' wird beispielsweise von HRK (Heinz Rudolf Kunze) in seinem Lied gleichen Titels benutzt, und das nachgerade genial! Eins seiner besten, wie ich finde, aus seiner Frühzeit als Liedermacher in den frühen Achtzigern, als die Möglichkeit eines weltweiten Atomkriegs noch sehr dick in der Luft hing. Die Folgen menschlicher Dummheit waren aber damals schon dieseleben ...  - Mal reinhören auf YouTube!

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.

Sufnus

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #26 am: August 29, 2023, 17:54:40 »
Hey eKy!
Also den Stirnenfuß kannte ich tatsächlich bis dato auch noch nicht - ein wirklich schönes Wort per kunstvollem Sonett dargeboten... das ist wunderbar! :)
LG!
S.

Erich Kykal

Re: Die Hinterherigkeit des Klügerseins
« Antwort #27 am: August 31, 2023, 13:08:12 »
Hi Suf!

Immer gern zur Stelle, wenn es gilt, das deutsche Vokabular mit zu Unrecht aus der Zeit gefallenen Begriffen erneut zu bereichern!  ;D

LG, eKy
Ironie: Ich halte euch einen Spiegel vor, damit wir herzlich lachen können.
Sarkasmus: Ich halte euch einen Spiegel vor, weil ich von euch enttäuscht bin.
Zynismus: Ich halte euch einen Spiegel vor, aber ich glaube nicht mehr an euch.